Weiber an der Macht

Bobfahrt, Beats und eine geile Zeit beim Weiberfasching in Sorga

Sorga – Weiberfasching in Sorga hat Tradition. Zum 30. Mal übernahmen die Frauen am Donnerstag die Macht zur Fassenacht und besetzten den Elferrat auf der Bühne der Mehrzweckhalle.

„Bevor der Hessentag erwacht, feiert Sorga Fassenacht“ – unter diesem Motto wurde zu dem bunten Trubel eingeladen.

So wie in Bad Hersfeld die Vorbereitungen für das Landesfest im Juni auf Hochtouren laufen, so habe man auch in Sorga fleißig gewerkelt und sich eine kleine, feine Hessentagsbühne geschaffen, erzählte Sitzungspräsidentin Elke Hildebrand. Die Partygäste fanden sich deshalb passend zu dem zu erwartenden Schilderwald zwischen Umleitungs-, Bauarbeiten- und Einbahnstraßenschildern wieder. „Doch bei uns soll heute keiner im Stau stehen, wir verzichten auf rote Ampeln“, sagte Hildebrand.

Das Publikum ließ seine Heiterkeit dann auch ungebremst heraus. Bevor die Hofgarde des TSV Sorga einmarschierte, heizte das Duo Malibu mit fetzigen Hits ein. Es ging wieder einmal in den Eiskanal, das hieß: Hände auf die Schultern legen und dann zur rasanten Bobfahrt auf den Bänken stehend starten. Wer dabei sitzen blieb, war selber schuld, denn dieser Schunkeltrick ist ein Garant für großen Spaß.

Mit geheimnisvollen Gesten kam die Showtanz- und Gardegruppe aus Meckbach als „Krieger des Lichts“ auf die Bühne. Die „Sunshineladies“ aus Steinbach tanzten unter dem Motto „Made of history“ zu gar nicht alten Beats. Einfallsreiche Choreos zu „Die Tribute von Panem“ zeigte die Twirling Group Destination aus Arzell. Eine junge Gruppe aus Kathus mit dem Namen „Firestorms“ überraschte mit Konfettikanonen. Sind es Engel oder Teufel, fragte man sich bei dem Solztalballett vom TSV Sorga. Sie tanzten zu „Send me an angel“ engelsgleich, aber mit Teufelshörnern. Ein getanztes Tennismatch präsentierte die Showtanzgruppe des FC 09 Neukirchen. Mit akrobatischem Können begeisterten die TVH-Turnerinnen vor der Pause, in der es wieder „Hoch auf die Bänke, Schunkelalarm“ hieß.

Bezauberndes Funkenmariechen

Louisa Heinrich war ein bezauberndes Funkenmariechen, und Eulalia sorgte später mit derben Humor für herzhafte Lacher. Sie erzählte über Analseufzer und ihre Erfahrungen mit dem Navi. „Fahr doch zur Hölle“ habe sie zu dem gesagt und gelandet sei sie dann in Kathus. Die Showtanzgruppe aus Hönebach brachte „Feuer und Eis“ auf die Bühne und die Streifenhörnchen aus Niederaula entpuppten sich als Karatekämpfer. Kolumbus tobte sich in der Choreo der Showtanzgruppe Scénique aus Niederaula mit den Indianern beim Bollywood-Tanz aus. Die „Imperadas“ entführten optisch als Gladiatoren in das alte Rom. Aus Oberhaun kamen fünf sexy tanzende Männer mit ihren Besen. „Inspirations and friends“ aus Kerspenhausen zeigten die „Evolution of dance“. Zum Abschluss trafen sich die Superhelden der Gruppe „Tripple X“ vom TSV Sorga auf der Bühne. „Was für eine geile Zeit“ spielte die Hofkapelle zum Finale.

VON VERA HETTENHAUSEN

Bobfahrer und Superhelden: Sorga feiert Weiberfasching

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