Freisprechungsfeier

Blick in die Zukunft: 46 Nachwuchskräfte feierlich freigesprochen

Ausgezeichnete Junghandwerker: Yannick Koch aus Bebra, der den allerbesten Abschluss erzielte, Dominik Deiseroth aus Friedewald, Jan Steinhäuser aus Ronshausen und Timo Bommer aus Heringen. Fotos: Wilfried Apel

Großer Tag für viele junge Handwerker der Prüfungsjahrgänge Sommer 2019 und Winter 2019/2020: Diese durften bei der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg ihre Zeugnisse entgegen nehmen.

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Gesellenfreisprechung der Kreishandwerkerschaft

Nicht nur die vier Besten der Prüfungsjahrgänge Sommer 2019 und Winter 2019/2020 – der Elektroniker Yannick Koch aus Bebra, der Kraftfahrzeugmechatroniker Dominik Deiseroth aus Friedewald, der Metallbauer Timo Bommer aus Heringen und der Metallbauer Jan Steinhäuser aus Ronshausen – konnten bei der Winter-Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg stolz sein auf ihre Leistungen und am Freitagabend voller Freude ihre Gesellenzeugnisse in Empfang nehmen.

Auch die weiteren 19 Kraftfahrzeugmechatroniker, 17 Elektroniker, fünf Anlagenmechaniker des Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikhandwerks und der weitere Metallbauer Niklas Krummer, die allesamt ihre Ausbildung in Betrieben absolviert haben, die der Kreishandwerkerschaft angeschlossen sind, sind ein gutes Stück auf ihrem Berufs- und Lebensweg vorangekommen. Grund genug, das „frohe Ereignis“ in stilvollem Rahmen in „Bebras Hessischem Hof“ zusammen mit Obermeistern, Ausbildern, Lehrern, Prüfern, Ehrengästen, Eltern und Verwandten zu feiern und sich voneinander zu verabschieden.

Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg

Blumen für die Dame: Die frischgebackene Kraftfahrzeugmechatronikerin Janine Riedl aus Cornberg mit Obermeister Kurt Modenbach.

Wie immer beim Wintertermin oblag es Obermeister Kurt Modenbach, dem stellvertretenden Kreishandwerksmeister, Handwerkernachwuchs und Gäste in Anwesenheit von Kreishandwerksmeister Marco Diegel zu begrüßen und nach altem Brauch – diesmal jedoch in leicht abgeänderter, aber gut angekommener Form – von den Verpflichtungen des Lehrvertrages freizusprechen. „Sie haben Ihr Können unter Beweis gestellt und den Grundstein für weiteres Vorankommen gelegt“, betonte der erste Mann der Innung der Metallhandwerke. Gleichwohl gelte es, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich weiterzubilden. „Sie sind in der Lage, für sich selbst zu sorgen und verantwortlich zu handeln. Übernehmen Sie Verantwortung, stehen Sie ein für Sorgfalt, Qualität, Termintreue und Kundenfreundlichkeit und tragen Sie so mit dazu dabei, dass sich das ehrbare Handwerk immer wieder neu behauptet. Oder, um es mit Goethe zu sagen: Handwerk ist das Werk der Hand, beseelt vom Herzen, geleitet vom Verstand!“, rief der Rotenseeer der Jung-Gesellenrunde zu, der diesmal auch wieder eine „Jung-Gesellin“, die Kraftfahrzeugmechatronikerin Janine Riedl, angehörte.

Landrat Dr. Michael Koch zollte den Freigesprochenen einmal mehr Bewunderung und rief ihnen ein klein wenig untertreibend zu: „Im Gegensatz zu mir können Sie sich freuen, dass Sie etwas Ordentliches gelernt haben. Bleiben Sie bei uns in der Region, wir brauchen Sie, denn wir haben Mühe, die uns im Haushalt zur Verfügung stehenden Baumittel an die Firma zu bringen!“

Festredner war erstmals der Leiter der Beruflichen Schulen in Bad Hersfeld, Guido Lomb. Am Tag des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) appellierte er an die Freigesprochenen, pfleglich mit dem „Geschenk EU“ umzugehen, sich für Demokratie und Freiheit einzusetzen und gesellschaftliche Aufgaben zu übernehmen. „Setzen Sie Ihr Können und Wissen ein, die Zukunft gehört Ihnen – auch wenn die weiter voranschreitende Digitalisierung nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile mit sich bringt.“ Auch der Pädagoge bemühte einen großen Denker und sagte es mit Platon: „Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.“

Nach einem leckeren Abendessen durften die Junghandwerker frisch gestärkt ihre Zeugnisse entgegennehmen – beglückwünscht von den Obermeistern und den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse. Für die vier Besten gab es Präsente von den jeweiligen Innungen und wie immer auch den mit jeweils 250 Euro dotierten Handwerkspreis der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg.

VON WILFRIED APEL

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