Musiker waren einmal mehr in Bad Hersfeld zu Gast

Bittersüße Nostalgie: "Quadro Nuevo" spielten im Buchcafé

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„Quadro Nuevo“ im Buchcafé: Hier D.D. Lowka und Evelyn Huber.

Bad Hersfeld. Nostalgische akustische Musik, bittersüße Klänge, eine verwegen Mischung aus Tango, Pariser Valse Musette, Balkan-Swing und Jazz machen den unverwechselbaren Sound von „Quadro Nuevo“ aus, mit dem das Quartett am Donnerstag abend einmal mehr für einen restlos ausverkauften Saal im Buchcafé gesorgt hatte.

Seit 20 Jahren sind die Musiker auf den Spuren des Tango unterwegs, haben über 3000 Konzerte in den Metropolen der Welt gegeben und unzählige Stempel in ihren Reisepässen angehäuft. Vor kurzem erst waren sie in Ägypten, wo sie neue musikalische Eindrücke sammelten und in Kairo, Luxor und Alexandria auftraten.

"Quadro Nuevo" im Bad Hersfelder Buchcafé

Nach Bad Hersfeld, wo sie sich mit ihren kühnen Improvisationen, ungewohnten Harmonien und hypnotischen Melodien eine treue Fangemeinde erarbeitet haben, kommen die vier „Tonpoeten“ in schöner Regelmäßigkeit. Wieder einmal faszinierten und begeisterten Quadro Nuevo ihr Publikum mit virtuosem spielerischem Können, atemberaubender Kreativität, Leidenschaft und Hingabe.

Mulo Francel entlockte seinem Saxophone eine unglaubliche Vielfalt an elektrisierenden Klängen – das ungeübte Ohr vermeinte darin einmal sogar ein Didgeridoo zu erkennen. Evelyn Huber bewies eindrucksvoll, daß eine Konzertharfe auch Tango kann und D.D. Lowka glänzte an Kontrabass und Perkussion.

Absolut hörens- und sehenswert Andreas Hinterseher mit seinem hingebungsvollen, teilweise entrückt wirkendem Spiel auf dem Bandoneon, dem stilprägenden Instrument des argentinischen Tango.

Nicht nur dafür gab es immer wieder heftigen, beinahe schon frenetischen Applaus.

Von Thomas Landsiedel

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