ZWISCHEN DEN ZEILEN

Betonklötze, Krokusse und kaputte Anzeigen

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Bad Hersfeld - Zugegeben, man durfte durchaus geteilter Meinung sein, ob das Zustellen der Stadt mit Betonklötzen zu Hessentag, Lullusfest und Weihnachtsmarkt erforderlich ist.

Sicherheit, okay, aber in diesem Ausmaß? Schließlich ist hier Bad Hersfeld und nicht Berlin.

Seit ein paar Tagen dürfte es jedoch keine zwei Meinungen mehr geben: Hanau ist nur ein bisschen größer als Bad Hersfeld, Volkmarsen ein bisschen kleiner: Terror und Amok beschränken sich nicht auf die großen Städte, vielmehr ist jeder Ort, an dem sich Menschen treffen, um zu feiern, gesellig zu sein oder zu beten, ein potenzieller Gefahrenpunkt.

Zwei quergestellte Autos wie in Volkmarsen reichen dann eben nicht mehr aus, um Zufahrten abzusichern. Also wieder her mit den Klötzen! Auch wenn es die absolute Sicherheit selbst hinter ihrem Schutz nicht geben kann.

Ein schöner Anblick und ein beliebtes Fotomotiv sind in jedem Frühjahr die Krokusse im Bad Hersfelder Kurpark, von denen einst Zehntausende gepflanzt worden waren, die sich dann in einem bunten Band durch den Park schlängelten. In diesem Jahr werden die Besucher aber wohl auf die Blumenpracht verzichten müssen, denn den Hessentag haben vermutlich nicht alle zuletzt noch verbliebenen Pflanzen überlebt. Im Kurpark hatte im vergangenen Sommer bekanntlich die Sonderschau „Der Natur auf der Spur“ zahlreiche Menschen begeistert. Das große Diorama-Zelt und einige Holzhütten waren dafür aufgebaut worden. Eine gute Nachricht gibt es aber trotzdem: Die Chancen stehen gut, dass zum kommenden Frühjahr neue Krokusse gepflanzt werden. Das teilte Stadt-Sprecher Meik Ebert auf Nachfrage mit. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Gefreut hatte ich mich ja auch über die zum Hessentag installierten Anzeigen im Bad Hersfelder Bahnhof. Seit geraumer Zeit funktionieren allerdings die beiden Übersichtstafeln in der Bahnhofshalle und am seitlichen Zugang zu den Bahnsteigen nicht mehr. Herrjemine, kann doch nicht so schwer sein. Und viel zu dreckig ist die Unterführung immer noch ...

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