Musik gegen Hunger

Benefizkonzert von GBO-Bigband und Oldtimern für Welthungerhilfe und Nachwuchs

Nicht nur eine Zugabe: Die Musiker spielten ein Extra nach der anderen. Vorne links Sägerin Verena Preis mit den Oldtimern und Dirigent Helgo Hahn (rechts). Fotos:  Alena Nennstiel

Bad Herfeld. Die GBO-Bigband und die Oldtimer gestalteten ein Konzert für die  Welthungerhilfe und den Nachwuchs

Musik hören und dabei etwas für den guten Zweck tun – das war am Samstag beim Benefizkonzert der GBO-Bigband und der Oldtimer zugunsten des Heiko-Schuchert-Stiftungsfonds „Bildung für Afrika“ unter dem Dach der Welthungerhilfe möglich. "Als dieses Konzert an uns herangetragen wurde, haben wir keine Minute gezögert“, erzählte Leiter Helgo Hahn. Die 505 Plätze, die der Audimax der Modellschule Obersberg zu bieten hatte, waren bis auf wenige Ausnahmen besetzt.

Mit Klassikern wie „Africa“ von Toto oder „How sweet is it to be loved by you“ von James Tylor bis hin zu Swing, Rock and Pop und Jazz war an dem Abend eine bunte Mischung vertreten. Filmmusik wie aus den James-Bond-Filmen rundete den „Ohrenschmaus“ musikalisch ab.

Nachdem die GBO-Bigband den ersten Teil des Abends spielte, kamen dann die Oldtimer auf die Bühne und entfachten ein Feuerwerk nach Noten. Besonders überzeugend: Manuel Schmidtlein am Piano sowie zahlreiche Solos verschiedener Musiker. Eine stimmgewältige Überraschung hatte Dirigent Helgo Hahn dann noch für das Publikum in petto: die Sängerin Verena Preis, die mit ihrer Stimme das Publikum verzauberte.

Marc Herbeck, Geschäftsführer der Welthungerhilfe in Bonn, überreichte Helgo Hahn eine Stifterurkunde „als kleine Erinnerung an den Abend“, wie Herbeck betonte. Der Erlös des Benefizkonzerts fließt zu 50 Prozent in die Nachwuchsarbeit der GBO-Bigband der Obersberg-Schulen und zu 50 Prozent in den Heiko-Schuchert-Stiftungsfonds unter dem Dach der Welthungerhilfe. Ein tolles Zeichen, wie Herbeck von der Welthungerhilfe sagte: „Hier in Deutschland unterstützen wir die musikalische Nachwuchsförderung und in Burundi die Nachwuchsförderung durch Lebensmittel“. Manfred Schuchert selbst konnte an dem Abend aufgrund eines Krankenhaus-Aufenthalts leider nicht persönlich mit dabei sein. Da musste auch Marc Herbeck schlucken: „Uns verbindet eine siebenjähirge Zusammenarbeit. Es war Manfreds Traum, dass die Bigband heute hier spielt und er hat alles perfekt organisiert.“ Schucherts Enkeltochter Luisa spielt selbst auch in der GBO-Bigband und versprach: „Wir machen ganz viele Videos für Opa“.

Schirmherr des Abends war Staatsminister Michael Roth, der wegen terminlicher Verpflichtungen jedoch nicht persönlich an dem Konzert teilnehmen konnte. Von Helgo Hahn ließ er ein Grußwort verlesen. „Manfred Schuchert hat die Stiftung zu dem gemacht was sie heute ist. Seine Hartnäckigkeit und seine Überzeugung sind eindrucksvoll“, so der Minister.

Kleine Erinnerung: Marc Herbeck von der Welthungerhilfe (links) überreichte Helgo Hahn (Mitte) die Stifterurkunde der Welthungerhilfe.Mit dabei ist Manfred Schucherts Enkeltochter Katharina Schuchert.

Das rund zweieinhalbstündige Konzert, unterbrochen von einer 20-minütigen Pause war kurzweilig und unter unterhaltsam. Das letzte Stück des Abends spielten die GBO-Bigband und die Oldtimer dann gemeinsam. „Dieses Mal mache ich nicht den Fehler, und sage, es sei die erste Zugabe“, lachte Helgo Hahn. Es folgten zahlreiche Zugaben der Musiker und tosender Applaus. (an) 

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