Selbst ein Bild machen

Bauprojekt Lambertstraße: Ausschuss will Ortstermin

Dem Abriss geweiht: Das Haus im Vordergrund und das helle Gebäude oben links daneben sollen der Wohnanlage weichen. Foto: Karl Schönholtz

Der Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung möchte sich vom  Bauvorhaben zwischen Vlämenweg und Lambertstraße selbst ein Bild machen. 

 Einen Ortstermin hat der Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung vor seine Entscheidung über ein neues Bauvorhaben zwischen Vlämenweg und Lambertstraße gesetzt: Weil sich bereits im Vorfeld eine Bürgerinitiative der Nachbarn gegen die geplante Wohnanlage formiert hat, wollen sich die Ausschussmitglieder nun erst einmal selbst ein Bild machen und die Argumente anhören.

Was der VR-Bankverein als Investor und das Architekturbüro Beier entlang des Georg -Wolff-Pfads unter Einbeziehung der bestehenden Bebauung und auf der Brachfläche hinter den Häusern neu errichten wollen, das wurde im Ausschuss in einer Video-Animation und als Modell präsentiert.

Große Pläne: Die Wohnanlage Vlämenweg/Lambertstraße existiert bereits als Modell des Architekturbüros Beier. Die Nachverdichtung auf brachliegenden Flächen in der Innenstadt ist durchaus erwünscht. Foto:

28 Wohneinheiten sollen hier in zwei Solitärgebäuden sowie zwei Doppelhäusern mit zwei beziehungsweise drei Vollgeschossen plus Staffelgeschoss entstehen. Zwei zum Teil bereits leerstehende Wohnhäuser, die direkt an den beiden Straßen stehen, werden dafür abgerissen.

Das kleine Fichtenwäldchen dazwischen ist bereits gerodet. Das sei unproblematisch gewesen, berichtete Bauamtschef Johannes van Horrick, weil es sich um Privatbäume gehandelt habe und Nadelbäume im Innenstadtbereich ohnehin keinen Wert hätten.

Baurechtlich ist dadurch allerdings noch keine Vorentscheidung gefallen. Van Horrick machte in seiner Beschlussvorlage allerdings keinen Hehl daraus, dass die Stadtplanung die vorgesehene Nachverdichtung auf ungenutzten Flächen positiv sieht.

Von Seiten der Anwohner wird der drohende Verlust eines „Grüngürtels“ beklagt. Auch richtet sich die Kritik gegen die Dimension des Neubaus.

Dessen Erschließung soll hauptsächlich über die Lamberstraße erfolgen. Jedoch ist auch am Vlämenweg die Zufahrt in eine Tiefgarage geplant.

Der Beschluss über die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und den Beginn des Bauleitverfahrens wurde angesichts des Für und Wider verschoben. Der Ortstermin soll voraussichtlich schon im nächsten Sitzungszug Ende April stattfinden.

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