Bauen am Berg in Bad Hersfeld

Wohngebiet in Kalkobes geplant – Probleme mit Verkehr befürchtet

Die Mitglieder des Bad Hersfelder Bauausschusses mit Anwohnern an der geplanten Fläche, auf der ein Investor Grundstücke für Einfamilienhäuser erschließen möchte.
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Ausflug nach Kalkobes: Die Mitglieder des Bad Hersfelder Bauausschusses mit Anwohnern an der geplanten Fläche, auf der ein Investor Grundstücke für Einfamilienhäuser erschließen möchte.

Mit einem Ausflug nach Kalkobes begann die Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt. Die Mitglieder wollten sich vor Ort eine Fläche ansehen, auf der ein Investor Baugrundstücke erschließen möchte.

Bad Hersfeld – Bis zu 13 Einfamilienhäuser könnten dort auf Grundstücken ab 800 Quadratmetern Größe entstehen. Die Lage des möglichen Baugebiets, das an die Straße Am Kleußen anschließen würde und oberhalb der Homberger Straße am Ortsausgang von Bad Hersfeld liegt, ist idyllisch. Allerdings befürchten nicht nur die Anwohner Probleme mit der Zuwegung und dem zu erwartenden Baustellenverkehr.

„Schon vor der Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ gibt es durch parkende Autos ein Nadelöhr“, erklärte Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Hüter den Stadtverordneten. Die Kita-Leitung habe sich bereits besorgt an die Stadtverwaltung gewandt.

Engpässe durch parkende Autos

Auch der Erste Stadtrat Gunter Grimm, der selbst in Kalkobes wohnt, berichtete von Engpässen durch parkende Autos in der schmalen und steilen Straße. Ein älterer Anwohner klagte über die starke Zunahme des Autoverkehrs auf der Straße Am Berg, die oft als Schleichweg aus Heenes genutzt werde.

Andere Anwohner haben zudem Bedenken wegen des Baugrunds. So gebe es zur Homberger Straße hin eine Abrisskante, der Untergrund bestehe aus reinem Sand, sodass ein Abrutschen des Hangs befürchtet wird. Mart Cakir von der Hersfelder Bauverwaltung berichtete hingegen von mehreren Probebohrungen, die keine Auffälligkeiten des Baugrunds ergeben hätten.

Sollte das Baugebiet realisiert werden, könnte die Zufahrt über die bestehenden Straßen geführt werden. Bei etwa 25 zusätzlichen Fahrzeugen durch die neuen Anwohner rechne man nicht mit Verkehrsproblemen. Um den Baustellenverkehr besser zu regeln, schlug Bürgermeister Thomas Fehling eine Einbahnstraßenlösung vor.

Wenn es grünes Licht für das Bauvorhaben des Investors gibt, könnten die ersten Arbeiten im nächsten Frühjahr beginnen, der richtige Baubeginn wäre dann gegen Mitte 2021. Einstimmig votierte der Bauausschuss für eine frühzeitige Beteiligung aller Betroffenen an den Planungen und eine Auslegung des Bauplanungsentwurfs. (Kai A. Struthoff)

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