Parkplatz soll folgen

Barrierefrei über die Fulda in Bad Hersfeld - Neubau der Brücke hat begonnen

Stellten die Pläne für den Neubau der Fuldabrücke vor: Bauamtsleiter Johannes van Horrick, seine Kollegin Chanda Heß, Oberbauleiter Wolfram Eckl von Bickhardt Bau, Bürgermeister Thomas Fehling, Bauleiter Michael Klemann, Fred Haschler aus der Bickhardt-Bau-Geschäftsleitung und Polier Karsten Gilbert (von links). Rechts Stadtrat Hans Georg Vierheller von der FWG.
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Stellten die Pläne für den Neubau der Fuldabrücke vor: Bauamtsleiter Johannes van Horrick, seine Kollegin Chanda Heß, Oberbauleiter Wolfram Eckl von Bickhardt Bau, Bürgermeister Thomas Fehling, Bauleiter Michael Klemann, Fred Haschler aus der Bickhardt-Bau-Geschäftsleitung und Polier Karsten Gilbert (von links). Rechts Stadtrat Hans Georg Vierheller von der FWG.

An der Fulda in Bad Hersfeld tut sich etwas: Anfang dieser Woche haben mit Baumfällungen die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau der barrierefreien Fuldabrücke begonnen (wir berichteten). Inzwischen sind auch die Baumaschinen und Arbeiter der Firma Bickhardt Bau im Einsatz.

Bad Hersfeld – Rund 81 Meter lang und drei Meter breit soll sie werden, die neue Brücke über die etwa 40 Meter breite Fulda nahe des Stadions An der Oberau in Bad Hersfeld. Mit den vorbereitenden Arbeiten für das etwas mehr als zwei Millionen Euro teure und barrierefreie Bauwerk ist jetzt begonnen worden. Das Projekt wird mit Fördermitteln des Hessentages 2019 unterstützt, sodass die Stadt 50 Prozent (1,08 Millionen Euro) finanzieren muss.

Aktuell wird am Ufer eine Fläche befestigt, die später unter anderem für die Montage der einzelnen Elemente benötigt wird. Die Stahlteile werden derzeit im Stahlwerk Vollack in Mihla angefertigt und dann per Tieflader nach Bad Hersfeld gebracht. Bickhardt und Vollack bilden für den Brückenbau eine Arbeitsgemeinschaft. Beteiligt sind an dem Vorhaben neben der Stadt aber auch noch viele weitere Partner aus verschiedenen Regionen. Bauamtsleiter Johannes van Horrick sprach bei einem Vor-Ort-Termin deshalb augenzwinkernd von einem „gesamtdeutschen Projekt“, hinter dem große Planungs- und Logistikleistungen steckten.

So soll die Brücke aussehen: Die Stahlteile werden derzeit vom Stahlwerk Vollack in Mihla angefertigt und später per Tieflader nach Bad Hersfeld gebracht. Die S-förmige Schrägseilbrücke in Stahlbauweise umfasst den mittels Seilen gehaltenen Brückenüberbau, zwei freistehende Masten von rund 11,5 Meter Höhe, zwei Widerlager und zwei geböschte Rampen in Erdbauweise.

Der rund 2,16 Millionen Euro teure Neubau war als Projekt mit Fördermitteln des Hessentages 2019 beschlossen worden, die Kosten für die Stadt betragen 1,08 Millionen. Auf einer Breite von drei Metern sollen künftig Radfahrer und Fußgänger die Fulda überqueren können, ohne sich in die Quere zu kommen. Die bestehende, steile und enge „Rialtobrücke“ können Fußgänger und Radfahrer kaum gleichzeitig nutzen. Auch mit dem Rollstuhl ist diese nicht zu befahren.

Weil eine Sanierung aber nur schwer möglich gewesen und für die Stadt fast genauso teuer wie ein Neubau gewesen wäre, sollte letztlich eben doch ein solcher her. „Das Ganze klingt großzügig, aber es stecken einige Überlegungen dahinter“, betonte Bürgermeister Thomas Fehling.

So soll mit der neuen, auch optisch ansprechenden Brücke mit LED-Beleuchtung in den Handläufen auch das Naherholungsareal Fuldaaue attraktiver und besser für Radfahrer, Touristen und Sportler erschlossen werden. Außerdem sollen mit der neuen Lage die Fernradwege besser geführt werden.

Neu geplant und verbessert werde ganz in diesem Sinne darüber hinaus der nahegelegene Parkplatz an der Straßenbrücke der B 62. „So entsteht für Naherholungssuchende oder Stadionbesucher aus dem südlichen Bereich, etwa vom Johannesberg kommend, eine neue Eingangssituation“, heißt es. Gleichzeitig soll so künftig dass wilde Parken an der Unterau und im Stadionbereich verhindert werden. Als Ersatz für die gefällten Bäume sollen 20 neue gepflanzt werden.

Die Fertigstellung der Brücke ist für den Spätsommer 2021 geplant, wenn die Witterung den Arbeitern keinen Strich durch die Rechnung macht. (Nadine Maaz)

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