Mehr Zuhörer als Plätze in der Schilde-Halle

Bahn plant neue Trasse von Null an

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Bahn-Forum in der Schilde-Halle.

Bad Hersfeld. Die Planung für die neue Trasse Fulda-Gerstungen beginnt die deutsche Bahn „mit einem weißen Blatt Papier“. Dies versicherte Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand Netzplanung und Großprojekte der DB Netz AG, bei der Bürgerinformationsveranstaltung in der Schilde-Halle in Bad Hersfeld.

Rahmenbedingungen gebe es alleine durch den Bundesverkehrswegeplan, erläuterte Rompf, darunter die Anbindung der Stadt Bad Hersfeld an den Fernverkehr.

Gesetztes Ziel der Trasse, die entweder neu gebaut wird, aber auch durch einen Ausbau der bestehenden Strecke durch das Haunetal erfolgen kann, ist eine Fahrzeitverkürzung im Personenverkehr zwischen Fulda und Erfurt um elf Minuten. Dabei gehe es nicht um die reine Geschwindigkeit, sondern um ein Taktsystem zwischen Knotenpunkten im Netz.

Erforderlich sei die Trasse auch unter dem Gesichtspunkt von Kapazitätsproblemen. Durch die Verlagerung von nächtlichen Güterzügen auf die Tagzeit diene der Neu- oder Ausbau letztendlich auch dem Lärmschutz, warb Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir für das Projekt.

Die „Kickoff“-Veranstaltung in der Schilde-Halle wollte die Bahn als Einladung an die Bürgerinitiativen und andere Interessierte zum Mitmachen verstanden wissen. Bereits im Sommer soll ein erstes Bürgerforum stattfinden, das dann über die nächsten Monate und Jahre alle denkbaren Varianten prüfen und sich schließlich für eine Vorzugstrasse aussprechen soll.

Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling begrüßte das Versprechen einer transparenten Planung, wünschte sich allerdings eine ganzheitliche Betrachtung von Straße und Schiene und den damit einhergehenden Belastungen.

Mehr am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe der Hersfelder Zeitung. 

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