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Bad Hersfelder Fuldabrücke: Obere Naturschutzbehörde reagiert auf Kritik der Stadt

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Das Bild zeigt die eindrucksvoll beleuchtete neue Fuldabrücke, das Bild wurde sichtbar mit sogenannter Lichtmalerei bearbeitet.
Hat für mächtig Ärger gesorgt: Die Beleuchtung der neuen Fuldabrücke - dieses Bild wurde mit sogenannter Lichtmalerei bearbeitet. © Steffen Sennewald

In Sachen Fuldabrücke in Bad Hersfeld meldet sich nun die Obere Naturschutzbehörde zu Wort. Das Licht bleibt trotzdem vorerst aus.

Bad Hersfeld – Auf die Kritik von Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling an der Oberen Naturschutzbehörde (ONB) beim Regierungspräsidium Kassel in Sachen Fuldabrücke reagiert diese nun mit einer erklärenden Stellungnahme.

An der erst im Dezember 2021 eröffneten Brücke müssen nach einer Verfügung der Behörde bekanntlich die Lichter ausbleiben, da eine entsprechende Genehmigung sowie Untersuchungen zu den Auswirkungen auf Tiere fehlten. Dem hatten Fehling und der städtische Projektleiter Johannes van Horrick etwas später widersprochen und darauf hingewiesen, dass die extra natur- und tierfreundliche Beleuchtung sehr wohl Bestandteil der Antragsunterlagen gewesen und somit auch genehmigt sei. Sauer war Fehling zudem über die „schweren Geschütze“ in Kombination mit fehlender Kommunikation (wir berichteten).

Hendrik Kalvelage, Pressereferent des RP, erklärt dazu nun: „Bei dem Brückenneubau handelt es sich um ein komplexes Genehmigungsverfahren, das in seinen Anfängen bis ins Jahr 2018 zurückreicht und in seinem Verlauf zahlreiche Überarbeitungen erfahren hat.“ Dabei gelte es, zwischen zwei Sachverhalten zu unterscheiden: Die eigentliche Genehmigung nach Wasserrecht für die Brücke habe der Landkreis Hersfeld-Rotenburg erteilt. Diese sei vorliegend nicht berührt. Da die Brücke in einem Landschaftsschutzgebiet liegt, sei jedoch außerdem „eine Befreiung von den Versagungsgründen nach der Landschaftsschutzgebietsverordnung“ nötig. Hierüber entscheidet die Obere Naturschutzbehörde. „Hierbei handelt es sich, vereinfacht gesprochen, um ein ‘Verfahren im Verfahren’“, so Kalvelage.

Wie eine Klärung inzwischen ergeben habe, sei die Beleuchtung tatsächlich Bestandteil der allgemeinen technischen Antragsunterlagen, fehle aber in den Unterlagen für das naturschutzrechtliche Teilverfahren, die von der ONB geprüft und genehmigt wurden. „Diese Diskrepanz ist bedauerlicherweise vor der Einweihung keiner der beteiligten Behörden aufgefallen“, heißt es. Die naturschutzrechtliche Genehmigung müsse daher noch um den Bereich der Beleuchtung ergänzt werden.

Die ONB habe kurz vor Weihnachten auf entsprechende Hinweise und Medienberichte reagiert und sich unverzüglich mit der Stadt um Klärung bemüht, so Kalvelage. Leider sei die Kommunikation zwischen Stadt und Regierungspräsidium aber wohl auch aufgrund der Weihnachtsfeiertage, nicht optimal verlaufen. Hierzu habe es inzwischen klärende Gespräche gegeben. Alle Seiten seien nun auf Arbeitsebene gemeinsam um eine konstruktive Lösung bemüht. Sobald die Stadt die notwendigen Unterlagen beigebracht habe, werde die ONB zeitnah eine Entscheidung treffen. Bis dahin bleibt es dunkel. (red/nm)

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