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Ihr Kindheitstraum von der Schauspielerei wurde wahr

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Von: Laura Hellwig

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Selbstbewusst, kommunikativ, witzig: So beschreibt sich Schauspielerin Caroline Pischel. Im Eichhofstück „Volpone“ spielt sie Celia Krähe. Das Foto zeigt sie auf dem Rand des Lullusbrunnens vor dem Bad Hersfelder Rathaus
Selbstbewusst, kommunikativ, witzig: So beschreibt sich Schauspielerin Caroline Pischel. Im Eichhofstück „Volpone“ spielt sie Celia Krähe. © Laura Hellwig

Früher wollte sie so wie die Schauspielerin Jennifer Aniston sein. Heute steht Caroline Pischel selbst auf der Bühne. Bei den Bad Hersfelder Festspielen spielt im Eichhofstück.

Bad Hersfeld – Früher wollte sie immer Jennifer Aniston in der US-Sitcom „Friends“ sein. Heute steht Caroline Pischel als Schauspielerin selbst auf der Bühne. Bei den Bad Hersfelder Festspielen spielt sie Celia Krähe im Eichhofstück „Volpone“.

„Ich brauche was zu essen, bevor ich aus dem Haus gehe“, erzählt Pischel bei unserem Gespräch im Café. Deftig sollte es sein, besonders gern mag sie ein Gericht, dass ihr Freund hin und wieder zaubert: Als einen in der Pfanne angebratenen Bagel mit integriertem Spiegelei in der Mitte könnte man es beschreiben. Über ein süßes, veganes Eis wie bei, Treffen mit der Hersfelder Zeitung freut sich die 32-Jährige aber auch.

Die Schauspielerin ist in Neuruppin, einer Kleinstadt in Brandenburg, aufgewachsen. Jetzt lebt sie mit ihrem Freund in Hamburg. Als Freiberuflerin und jetzt in Bad Hersfeld hat sie einen ganz anderen Alltag als im Festengagement, was nach dem Sommer auf sie wartet.

Meist kommen sie und ihre Kollegen nach der Vorstellung erst spät ins Bett, dann erstmal ausschlafen. Tagsüber verbringt die Schauspielerin ihre Zeit in Bad Hersfeld gerne in „Wäldern und Wiesen“ erzählt sie. Denn sie geht gerne Wandern und Joggen. „Ich genieße gerade diese Abwechslung zwischen Stadt und Land. An den Wochenenden fahre ich dann nach Hause nach Hamburg.“ Wochenende heißt allerdings für das Volpone-Ensemble Montag und Dienstag, denn an den regulären Wochenenden sind Vorstellungen.

Dass Caroline Pischel gerne Schauspielerin werden möchte, wusste sie schon in ihrer Kindheit. „Das habe ich damals schon in die Freundschaftsbücher reingeschrieben“, erinnert sie sich. Auch eigene Sketche hat sie sich ausgedacht, war in einer Tanz- und einer Theatergruppe aktiv. Während des Abiturs hatte die junge Frau dann auch Vorsprechen, leider ohne Erfolg. Deshalb entschied sich Pischel zunächst Sport zu studieren – ihre andere Leidenschaft.

Das Theater habe sie dann aber auch während des Studiums in Berlin nicht losgelassen und so kam es schließlich nach dem Bachelor dazu, dass sie in Berlin die Schauspielschule besuchte. „Ich tue heute immer noch sehr viel, dass das mit der Schauspielerei klappt, schreibe immer viele Bewerbungen an Theater in ganz Deutschland“, so die 32-Jährige.

Jetzt die Bad Hersfelder Festspiele in ihrer Vita stehen zu haben, sei in der Schauspielszene „schon ziemlich cool“, wie sie sagt. Celia, ihre Rolle, verkörpere zwar nicht unbedingt das Frauenbild, dass man als Schauspielerin gerne spielt.

Für sie sei es aber okay, in die Opferrolle zu schlüpfen, wenn dadurch das übergeordnete Thema transportiert wird.

Nämlich aufzuzeigen, wie weit Menschen gehen, um ihre Gier nach Macht zu befriedigen. „Ich konnte Celia aber auch noch einiges von der selbstbewussten Caro mitgeben“, erklärt die Schauspielerin. (Laura Hellwig)

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