2000 Unterschriften gesammelt 

Bad Hersfeld: Orthopädie-Team will nicht umziehen

Idyllisch gelegen und bei den Patienten hoch angesehen: Die Orthopädie in Bad Hersfeld. Foto: privat/Archiv/nh

Bad Hersfeld. Mehr als 2000 Unterschriften hat die Bürgerinitiative für den Erhalt der Orthopädie in Bad Hersfeld inzwischen gesammelt.

Das teilt deren Sprecherin Meike Wienhold mit. Wie mehrfach berichtet soll die Orthopädische Klinik in Bad Hersfeld ans HKZ in Rotenburg umziehen. Dagegen protestiert die Bürgerinitiative.

Inzwischen haben Wienhold und ihre Mitstreiter nicht nur mit zahlreichen Patienten gesprochen, die signalisiert haben, dass ihre Bereitschaft, künftig ins HKZ in Rotenburg zu gehen, sehr gering sei. Vor allem aber hat Wienhold in Gesprächen mit dem Betriebsrat der Klinik erfahren, dass mehr als die Hälfte der Mitarbeiter nicht mit nach Rotenburg wechseln wolle. Ein entsprechendes Gesprächsprotokoll liegtunserer Zeitung vor.

„Die Orthopädie wird in Rotenburg nicht genauso weiterarbeiten können, wie am jetzigen Standort in Bad Hersfeld“, betont Wienhold. Das „Team der Orthopädie“ und die aktuellen Patientenzahlen werde es dann nicht mehr geben.

Skepsis

Mit Skepsis werden vor allem die langen Wege, zum Beispiel zum Röntgen, zu den Funktionsdiensten und den Zentral-OPs gesehen. Dadurch erhöhe sich die Gefahr der Übertragung von gefährlichen Keimen, erläutert Wienhold. Sie weist zudem darauf hin, dass es sich tatsächlich nicht um eine Verlagerung der Klinik handele, sondern um eine Schließung. Für die Schließung gebe es dann die mehrfach erwähnten acht Millionen Euro vom Land Hessen. Am HKZ in Rotenburg werde dann eine neue Fachabteilung Orthopädie eröffnet.

Das bestätigt Verwaltungsdirektor Wilfried Imhof vom Klinikum Bad Hersfeld. Juristisch werde es die Orthopädie als eigenständige Gesellschaft dann nicht mehr geben. Die Orthopädie werde in einem eigenen Gebäude, der früheren Rodenberg-Klinik, untergebracht, aber juristisch und organisatorisch dem HKZ angegliedert.

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