Für Tariflohn und Respekt 

Ver.di ruft auf: Beschäftigte von Amazon in Bad Hersfeld streiken

Bad Hersfeld. Seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag und bis zum Ende der Spätschicht am Samstagabend streiken die Beschäftigten am Amazon-Standort Bad Hersfeld. Bekannte Gründe sind die Ursache.

Die Arbeitnehmervertretung ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) hat die Beschäftigten am Standort in Bad Hersfeld zum Streik aufgerufen. 

„Auch wenn Amazon im September eine Lohnerhöhung von 2 Prozent bezahlt hat, ist der Abstand zum geforderten Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels Hessen nicht geringer geworden“, sagt Streikleiterin Mechthild Middeke von ver.di.

Ver.di rechnet damit, dass sich etwa 600 Mitarbeiter an dem Streik beteiligen. „Wir machen mit den Streiks weiterhin deutlich, dass wir vom größten Versandhändler eine bessere Bezahlung fordern", erklärt Middeke.

Mechthild Middeke

Nach den bundesweiten Feiertagen sei mit einem erhöhten Volumen zu rechnen, sodass man davon ausgehe, dass nicht alle Bestellungen zeitnah abgearbeitet werden könnten, s Middeke.

Laut Angaben der Gewerkschaft kämpfen ver.di und die Beschäftigten des weltgrößten Versandhändlers in Deutschland seit mehreren Jahren für die Anerkennung der Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels, was Amazon bisher kategorisch ablehne.

Am Freitag, 2. November, findet um 10.30 Uhr eine Streikversammlung in der Schilde-Halle in Bad Hersfeld statt.

Rubriklistenbild: © Nadine Maaß

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