Drogeriemärkte und Apotheken passen Angebot an

Viel Sicherheit beim Sonnenbad: Cremes mit geringem Schutzfaktor sind Ladenhüter

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Wer ausreichenden Sonnenschutz aufträgt, hat gut lachen: Sonnencremes mit geringem Lichtschutzfaktor (LSF) sind aus den meisten Regalen längst verschwunden. Gerade helle Hauttypen sollten auf einen hohen LSF achten – so wie unsere Mitarbeiterin Laura Hellwig, die verschiedene Cremes ausprobiert hat.

Auf der Gartenliege, am See, im Urlaub – Sonnencreme ist für Sonnenbadende ein unverzichtbarer Begleiter. Mit Lichtschutzfaktor 15 gibt sich kaum noch ein Kunde zufrieden. 

Wer in der Apotheke oder im Drogeriemarkt auf der Suche nach Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor (LSF) 10 oder 15 ist, geht oft leer aus. Drogeriemärkte wie Rossmann haben Produkte mit geringem Lichtschutzfaktor aus dem Sortiment genommen – und ihr Angebot damit an das gestiegene Sicherheitsbewusstsein der Kunden angepasst.

Das gilt auch für die Apotheken im Landkreis. Viele bieten keine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor geringer als 20 an. Ein Wandel hin zum bewussten Sonnenschutz habe sich bereits vor einigen Jahren abgezeichnet, sagt Saskia Hildwein, Inhaberin der City-, Kurbad- und Galerie-Apotheke in Bad Hersfeld. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Bieber-Apotheke in Bebra und der Schloß-Apotheke in Rotenburg.

Kunden wollen bis zu Lichtschutzfaktor 50+ 

Neben einer hohen Nachfrage nach Sonnenschutzprodukten mit hohem Lichtschutzfaktor werden auch die unterschiedlichsten Cremes und Pflegeprodukte angeboten, individuell abgestimmt auf jeden Hauttyp. So gibt es beispielsweise auch Sonnenschutzpflege für Tattoos oder Kosmetikprodukte mit Lichtschutzfaktor zu kaufen.

„Bis Ende letzten Jahres haben wir noch Sonnenmilch mit dem Lichtschutzfaktor 10 angeboten“, teilt eine Pressesprecherin des Unternehmens Rossmann auf Anfrage mit. Wegen der geringen Nachfrage sei diese aber durch Sonnenmilch mit einem höheren Lichtschutzfaktor ersetzt worden. „Das Sicherheitsbewusstsein steigt“, nennt die Sprecherin als Grund, „und damit der Wunsch nach Sonnenmilch mit deutlich höheren Lichtschutzfaktoren hin zu 50 sowie 50+.“

Auch die Drogeriekette dm bestätigt das: „Kunden legen mehr Wert auf ausreichenden UV-Schutz, nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vorzeitiger Hautalterung oder den Spätfolgen wie Hautkrebs“, so eine Sprecherin.

Schutz hängt auch vom Hauttyp ab

Wie lang der Schutz einer Sonnencreme anhält, entscheidet sich nach der individuellen Eigenschutzzeit der Haut sowie dem Lichtschutzfaktor der Creme. Der eigene UV-Schutz ist abhängig vom Hauttyp, der sich durch Haut-, Haar- und Augenfarbe ergibt. 

Ein Beispiel: Ein Mensch mit heller Haut und blondem Haar hat eine Eigenschutzzeit von 10 Minuten. Mit einer Creme mit LSF 30 kann diese Person 300 Minuten in der Sonne bleiben, ohne dass die Haut geschädigt wird.

Von Laura Hellwig

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