Stadt informierte Anwohner

„Party machen gehört dazu“: Einschränkungen durch die Sparkassen-Arena im Jahnpark

Informierte gemeinsam mit weiteren Vertretern der Stadt rund um die Sparkassen-Arena: Bad Hersfelds Hessentagsbeauftragte Anke Hofmann. Im Hintergrund ist ein Plan der Veranstaltungsfläche zu sehen – zu erkennen sind darauf der Sportplatz sowie rechts davon die Spielflächen und links davon das Schwimmbad samt Parkplatz. Oberhalb des S portplatzes befindet sich die Geistalhalle. Foto: Nadine Maaz

Rund um die Sparkassen-Arena im Jahnpark wird es während des Hessentags etwas lauter werden. Darüber hat die Stadt am Donnerstag die Anwohner informiert. 

Eines ist klar: Rund um die Sparkassen-Arena im Jahnpark wird es während des Hessentags etwas lauter werden. „Da braucht man nicht drum herum zu reden“, sagte Bürgermeister Thomas Fehling bei der Informationsveranstaltung für Anwohner am Donnerstagabend in der Stadthalle. Aber: „Party machen gehört zum Hessentag dazu, und die Arena ist ein zentraler Veranstaltungsort.“

Sieben Konzerte mit nationalen und internationalen Künstlern finden in der Arena statt, die maximal 15 000 Besucher fasst (wir berichteten bereits). „Der Vorverkauf läuft gut“, freut sich Bad Hersfelds Hessentagsbeauftragte Anke Hofmann.

Das Wichtigste in Kürze:

Aufbau

Mit den ersten Vorarbeiten auf dem Gelände – wie dem Abbau der Sportplatz-Umzäunung – ist bereits begonnen worden. Um Stolperfallen und Gefahrenstellen zu beseitigen, werden nach und nach auch die Spielgeräte außer Betrieb genommen, sie werden laut Hofmann aber nicht komplett abgebaut und später wieder benutzbar sein. „Kein Spielgerät wird dem Hessentag zum Opfer fallen“, betonte die Hessentagsbeauftragte. Am 20. Mai soll mit den Arbeiten für die benötigte Infrastruktur begonnen werden, eine Woche später mit dem Aufbau des Backstagebereichs auf dem Schwimmbad-Parkplatz sowie mit Arbeiten in der Geistalhalle, die ebenfalls genutzt wird. „Die Zeit ist knapp, weshalb sicher auch mal samstags und sonntags gearbeitet wird“, so Hofmann. Es würden jedoch nicht über 24 Stunden laute Bauarbeiten stattfinden.

Verkehr

Über das Verkehrskonzept und die benötigten Zufahrtsgenehmigungen ist bereits ausführlich informiert worden. Christian Scholz erläuterte nun noch einmal speziell die innerörtliche Verkehrsführung in Arena-Nähe. Der Grüne Weg wird stadteinwärts zur Einbahnstraße, die Straße Am Frauenberg stadtauswärts. „Natürlich wird dort mehr Verkehr sein, aber die Grundstücke bleiben erreichbar.“ Zur Homberger Straße gelangt man über den Lohmühlenweg. Noch nicht abschließend geklärt sei das Thema Parkverbot, an den Engstellen beider Straßen ist ein solches laut Erstem Stadtrat Gunter Grimm aber unvermeidbar. Ebenfalls Einbahnstraße werden der Vlämenweg (Richtung Friedlos) und die Lambertstraße (Richtung Neuenstein). Die Jahnstraße wird an Konzerttagen zeitweise gesperrt. Die Wehneberger Straße ist zum Großteil ohnehin nur mit Genehmigung befahrbar. Detaillierte Karten gibt es unter www.hessentag2019.de. E-Mail: verkehrhessentag@bad-hersfeld-de.

Sicherheit

Die Arena wird komplett eingezäunt und von einem privaten Sicherheitsdienst „bestreift“. Weil die Straße An der Geis während der Veranstaltungen Entfluchtungszone ist, gibt es für die Anlieger Ausweichparkplätze, für Nicht-Anlieger ist diese komplett gesperrt. Auch die Friedrich-Ludwig-Jahn ist vor und nach Konzerten nur für Anwohner frei. Lichtmasten und Lautsprecher werden am Jahnpark installiert. Ein Groß-Aufgebot an Polizei wird auf dem Schulhof der Lingg-Schule und auf dem Schwimmbad-Parkplatz stationiert.

Lärmschutz

Die sogenannte Nachtzeit beginnt laut Johannes van Horrick während des Hessentags erst um 24 Uhr (sonst 22 Uhr), dennoch sei eine achtstündige Ruhepause gewährleistet. Vor 8 Uhr sollen keine lauten Reinigungsarbeiten stattfinden, die ersten begännen überdies schon direkt nach Veranstaltungsende. Die Konzerte enden in der Regel um 23 Uhr, Rea Garvey schon um 22 Uhr, Just White erst um 1 Uhr. Permanante Schallpegelmessungen sind an der Lingg-Schule geplant, mobile zudem in Anwohnerbereich.

Fragen

Die Fragen aus dem Publikum waren zumeist individueller Art. Der Parkplatz in der Knottengasse wird Ausweichparkplatz für einige Innenstadtbewohner. Noch unklar ist, was nach dem Fest aus dem Sportplatz wird. Weil eine Abdeckung 60 000 bis 80 000 Euro kosten würde, wird darauf verzichtet. Je nach Zustand müsse dann über die weitere Nutzung entschieden werden. nm

Alle Informationen zu Bands und Veranstaltungen gibt es hier. 

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