Industriegelände mit Geschichte

Neuer Ausstellungsraum erinnert an  Historie des Schilde-Parks

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An diesem Schreibtisch im Mini-Museum soll Benno Schilde einst selbst gesessen haben.

Bad Hersfeld. An die Historie der innenstadtnahen Industriefläche – heute Schilde-Park – wo einst der Unternehmer Benno Schilde sein Lebenswerk begann, soll der bereits vor einiger Zeit eröffnete Benno-Schilde-Raum erinnern.

Im Benno-Schilde-Forum neben der Schilde-Halle, dem ehemaligen Verwaltungstrakt der Schilde AG, sind nach der Sanierung Mieter wie die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und die Krankenkasse DAK eingezogen. Im dritten Stock des Gebäudes befindet sich der Benno-Schilde-Raum.

Die Ausstellungsfläche soll an die Geschichte des heutigen Parks erinnern, die insbesondere mit dem Namen Benno Schilde (1849-1911) verbunden ist. Der Unternehmer hinterließ ein Lebenswerk, das sich später als Schilde AG, nach 1970 als Babcock-BSH und nach 2002 mit Grenzebach zu einem weltweit operierenden Unternehmen auf dem Gebiet der Trocknungstechnik entwickelte. Die Gestaltung, Planung und den Aufbau des Raums hat im Auftrag der Stadt Heike Volkert aus Bad Hersfeld übernommen.

„Nennen Sie es Großvitrine oder Mini-Museum: So oder so ist die Ausstellung ein wichtiges Guckfenster in die Traditionen des Standortes“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt. Zwei Szenen aus dem Betriebsalltag des vergangenen Jahrhunderts hat Volkert aufgebaut. Zum einen eine Bürokulisse mit Schreibtisch – an dem Firmenchef Schilde noch selbst gearbeitet haben soll. Daneben finden sich Exponate aus dem Industriebereich, insbesondere zur betriebseigenen Lehrwerkstatt. 2011 war damit begonnen worden, das ehemalige Industriegelände neu zu gestalten, und schon damals gab es einen Arbeitskreis mit ehemaligen Mitarbeitern vom Schilde-Nachfolger Babcock, die viele Exponate aus ihrem Betrieb gerettet haben.

Durch deren ehrenamtliches Engagement konnten rund 8000 Dokumente, Fotos, Schaubilder und Ähnliches in das Eigentum der Kreisstadt übernommen werden. Auch Anlagenbestandteile werden an verschiedenen Bad Hersfelder Standorten gelagert. Aus diesen Beständen konnte sich Volkert für das Mini-Museum bedienen. In Kürze sollen kleine Beschilderungen die ausgestellten Exponate ergänzen und erläutern. Spezielle Öffnungszeiten gibt es nicht, der Raum kann werktags zu den Bürozeiten der THM besichtigt werden. (red/nm)

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