Hassia spendet zehn Bäume

Neue Kastanie für Kita-Knirpse in Bad Hersfeld

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Mit Schaufeln bewaffnet: von links Karl-Josef Höfer, Bürgermeister Thomas Fehling, Corinna Fuchs, Petra McCool und Jutta Hendler mit den Kindern der Kita

Der Getränkehersteller Hassia hat zehn neue Bäume für Bad Hersfeld gespendet. Der erste wurde Donnerstag bei einer Kita gepflanzt. Der Klimawandel macht Bäumen zu schaffen.

Die 45 Kinder der Kindertagesstätte Anne Frank können sich freuen: Seit Donnerstag steht auf dem Gelände der Kita in Bad Hersfeld eine neue Rosskastanie. Gespendet wurde der Baum vom Getränkehersteller Hassia aus Bad Vilbel, der im Rahmen seiner Aktion „Baumstark für Hessen“ insgesamt zehn Bäume an die Festspielstadt spendet.

Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Fehling und der Markenmanagerin des Unternehmens, Corinna Fuchs, wurde die Kastanie am Donnerstag von den Kindern der Kita feierlich eingepflanzt. Fehling bedankte sich ausdrücklich für die grüne Spende, nur wenige Monate vor dem Hessentag, und lud Fuchs für eine spätere Begutachtung erneut nach Bad Hersfeld ein.

Für die Kindertagesstätte kam die Aktion genau zum richtigen Zeitpunkt. „Wir mussten uns gerade erst von einem unserer Bäume verabschieden, da waren wir natürlich um so glücklicher, als wir erfahren haben, dass wir eine neue Kastanie bekommen“, sagt Kitaleiterin Petra McCool. Laut Karl-Josef Höfer, der als Gartenlandschaftsbauer für die Stadt Hersfeld arbeitet, könnte der Baum schon im kommenden Jahr die ersten Kastanien tragen, die die Kinder sammeln und im Oktober ins Lullusfeuer werfen können.

In den vergangenen Wochen hatte das Fällen von Bäumen in Bad Hersfeld bei einigen Bürgern für Unmut gesorgt. Viele Abholzungen wurden den Vorbereitungen für den Hessentag zugeschrieben. Der Referent des Bürgermeisters, Meik Ebert, winkt diesbezüglich ab: „Es ist der Eindruck entstanden, dass für den Hessentag hier alles rasiert wird, aber das ist nicht der Fall. Der Großteil der gerodeten Bäume war krank und musste deswegen gefällt werden.“ Laut Gartenbauer Höfer seien weniger als fünf Prozent der im vergangenen Jahr gefällten Bäume für den Hessentag gerodet worden. Der Rest sei von Borkenkäfern, Pilzen oder anderen Krankheiten befallen gewesen, die durch den langen und heißen Sommer 2018 enorm zugenommen hätten.

VON MARCEL MÜLLER

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