Nur AfD, Linke und Bernd Holzhauer dagegen

Kreistag stimmt für Erbpachtlösung in Meeschendorf auf Fehmarn

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Die Zukunft ist klar: Die Mehrheit des Kreistags ist für eine Erbpacht in Meeschendorf.

Die Zukunft der Ferienanlage in Meeschendorf steht fest: Im Kreistag gab es am Montag 46 Ja-Stimmen für einen Erbbaurechtsvertrag mit dem Investor Jufa aus Österreich. 

Aktualisiert um 18.03 Uhr - Gegenstimmen gab es lediglich von der AfD (3), der Linken (2) und dem parteilosen Bernd Holzhauer. Damit wird das Gelände am südöstlichen Strand der Ostseeinsel voraussichtlich für 75 Jahre verpachtet. Eigentümer bliebe der Landkreis. 

Die endgültige Entscheidung über den verhandelten Vertrag fällt der Kreisausschuss – in dem neben Landrat Dr. Michael Koch und der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Kühnholz sämtliche Parteien vertreten sind. Koch hatte vorab in Aussicht gestellt, die Vertragsverhandlungen noch im Juni zum Abschluss zu bringen.

AfD sorgt für Unmut

Mit der vom Landrat geforderten Sachlichkeit war es im Durstewitz-Saal des Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrums allerdings früh vorbei. Für Unmut sorgte bereits die Forderung von Gerhard Schenk (AfD) zum Auftakt, die Entscheidung über Meeschendorf von der Tagesordnung zu nehmen. Es gebe nichts, worüber der Kreistag abstimmen könne: kein wirtschaftliches Konzept, keinen Vertrag und kein Baurecht. Damit fand die AfD bei den anderen Parteien keine Unterstützung. Es gehe um die Grundsatzentscheidung, ob ein Vertrag ausgehandelt werden soll, so Landrat Koch.

Linke: Lösung mit erheblichen Risiken 

Die Erbpacht erscheine als „elegante Lösung“, die allerdings mit erheblichen Risiken verbunden sei, so Hartmut Thuleweit (Linke). Der derzeitige Flächennutzungsplan lasse kein Hotel zu, die Zustimmung der Politik auf Fehmarn und auf Landesebene sei unsicher. 

„Was ist, wenn das Projekt scheitert?“, fragte der Vorsitzende, dessen Fraktion in diesem Fall eine Bauruine befürchtet. Freude dagegen beim Investor aus Österreich: Man werde das Angebot für die Gäste behutsam modernisieren, so Jufa-Vorstandsvorsitzender Gerhard Wendl in einer Pressemitteilung des Landkreises.

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