Kein Zusammenhang mit späten Gebührenbescheiden

Irritationen um Kanalsanierung auf dem Johannesberg

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Die goldgelben Fahrzeuge der Kanalsanierer sind schon seit einigen Wochen im Bereich des Johannesbergs unterwegs.

Bad Hersfeld. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, versicherte Meik Ebert, Pressesprecher der Stadt Bad Hersfeld nach mehreren Anfragen irritierter Bürger vom Johannesberg: die hatten vor der Haustür umfängliche Kanalsanierungsarbeiten beobachtet und im Briefkasten Gebührenbescheide mit drei- und vierstelligen Beträgen gefunden.

Dass der städtische Abwasserbetrieb seit einigen Wochen die Sanierung des Kanalnetzes im größten Bad Hersfelder Stadtteil vorantreibt und gleichzeitig die Rechnungen für Untersuchungen aus den Jahren 2013/14 verschickt hat, ist unter diesem Gesichtspunkt nicht glücklich. Das sieht auch Meik Ebert so. Dennoch sei es reiner Zufall.

Die Bescheide betreffen die systematisch auf jedem Privatgrundstück erfolgten Kamerabefahrungen, mit denen das nicht öffentliche Rohrnetz inspiziert wurde. Diese Untersuchungen liegen zwar schon bis zu fünf Jahre zurück, waren aber bisher nicht abgerechnet. Die Kosten bewegen sich im seinerzeit angekündigten Bereich. Auch dauerte es einige Zeit, bis die begleitenden Dokumentationen erstellt waren: Jeder Hauseigentümer hat neben dem Bescheid einen ausführlichen Zustandsbericht erhalten, in dem eventuelle Schadstellen genau beschrieben sind. Auch Handlungsempfehlungen gab es dazu sowie den Hinweis auf die Möglichkeit, private Sanierungen vergleichsweise kostengünstig erledigen zu lassen, wenn die Baumaschinen im öffentlichen Bereich ohnehin vor Ort sind.

Deshalb gibt es auf dem Johannesberg derzeit zahlreiche kleine Baustellen.

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