USI steigt bei französischem Unternehmen ein

Chinesen übernehmen Elektronik-Hersteller Asteelflash – Standort Hersfeld bleibt

Er bleibt Chef in Bad Hersfeld: Asteelflash Geschäftsführer Felix Timmermann hier mit Roboter „Conni“. 
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Er bleibt Chef in Bad Hersfeld: Asteelflash Geschäftsführer Felix Timmermann hier mit Roboter „Conni“. 

Der Elektronik-Hersteller Asteelflash, der auch in Bad Hersfeld eine Niederlassung hat, wird von der chinesischen Firma Universal Scientific Industrial (USI) übernommen.

„Die Übernahme hat keinerlei Auswirkungen auf den Standort in Bad Hersfeld“, erklärte Unternehmenssprecherin Katharina Hassel auf Anfrage unserer Zeitung. Alle Standort blieben unter der neuen Führung unabhängig. 

Es werde keinen Personalabbau geben. „Allerdings steigen durch die Übernahme die Chancen, an größere Aufträge zu kommen“, erklärte Hassel. Auch der bisherige Leiter der Bad Hersfelder Niederlassung, Felix Timmermann, und sein Stellvertreter Sebastian Grundmann bleiben in dieser Position.

Im 20 Jahr des Betriebsbestehens

Die Chinesen steigen beim 1999 in Paris gegründeten Elektronik-Hersteller Asteelflash ein, der auch eine Niederlassung in Bad Hersfeld hat. Die in Shanghai ansässige Universal Scientific Industrial (USI) ein führender Design- und Produktionsdienstleister in der Elektronikbranche, hat angekündigt im großen Stil Aktien des zweitgrößten europäischen EMS-Unternehmens Asteelflash zu erwerben.

Zum Preis von 450 Millionen US-Dollar will das Unternehmen 100 Prozent des Aktienkapitals von Asteelflash erwerben, heißt es in einer Pressemeldung. Davon sollen 89,6 Prozent in bar und 10,4 Prozent durch Ausgabe von USI-Aktien an das privat geführte Unternehmen des Asteelflash-Gründers gezahlt werden. Die Transaktion unterliegt derweil noch der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden.

Vieles soll unverändert bleiben 

Asteelflash, ein bislang privat geführtes Unternehmen, werde nach Abschluss der Transaktion zu einer wichtigen USI Tochtergesellschaft, deren bisherige Geschäftsleitung und das operative Team unverändert bleiben sollen. Dadurch hofft man, auch für Asteelflash neue Märkte und Kunden erschließen zu können. Asteelflash verfügt über Standorte in Nordafrika (Tunesien), Osteuropa (Tschechische Republik und Polen) und Nordamerika (Mexiko) sowie in Frankreich, Deutschland und England sowie im Silicon Valley in USA. 

In Bad Hersfeld sind rund 250 Mitarbeiter im Standort an der Konrad-Zuse-Straße untergebracht. „Daran wird sich auch nichts ändern“, erklärte Unternehmenssprecherin Katharina Hassel auf HZ-Anfrage. „Die Geschäfte laufen gut, wir streben danach, unser Portfolio weiter auszubauen und sind deshalb auch immer auf der Suche nach Fachkräften“, sagte Hassel.

Umsatz und Kunden 

Mit einem Umsatz von etwa einer Milliarde US-Dollar betreut Asteelflash weltweit mehr als 200 Kunden. 2012 übernahm Asteelflash die deutsche Firmengruppe, die in Bad Hersfeld eng mit Verifone und dessen Vorgängern Hypercom und Thales zusammengearbeitet hatte.

USI wurde 1976 gegründet und bietet seinen Kunden ein breites Produktsortiment in den Bereichen Kommunikationstechnologie, Computer- und Speichersysteme, Konsum- und Industriegüter sowie Automobilelektronik. Das Unternehmen hat zehn Produktionsstandorte in China, Taiwan, Mexiko und Polen und beschäftigt weltweit ca. 18.000 Mitarbeiter. 2018 erwirtschaftete USI einen Umsatz von rund fünf Milliarden US-Dollar.  kai

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