Einen Tag vor der Premiere

Eklat bei den Festspielen: Wedel feuert Luther-Hauptdarsteller Manker

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Bad Hersfeld. Eklat bei den Bad Hersfelder Festspielen: Einen Tag vor der Uraufführung des Dramas „Martin Luther – Der Anschlag“ wurde Hauptdarsteller Paulus Manker fristlos entlassen. Der Grund: Arbeitsverweigerung.

Der Österreicher, der als eigenwillig und schwierig gilt, soll in der Nacht zu Donnerstag in einen lautstarken Streit mit Intendant Dieter Wedel verwickelt gewesen sein. Laut offizieller Pressemitteilung der Festspiele soll sich Manker zunächst hartnäckig geweigert haben, Regieanweisungen Folge zu leisten. Dann habe er die Probe verlassen. Diese Arbeitsverweigerung sei "Höhepunkt seines inakzeptabel beleidigenden, unberechenbaren und provokanten Verhaltens während der Probenzeit". Die Premiere sei demnach ebenso "massiv gefährdet" gewesen, wie auch der weitere Spielbetrieb.

Nach einer Mitteilung der Festspiele soll Mankers Rolle als „Wutbürger“ nun Christian Nickel übernehmen, der bereits Luther, den Reformator spielt.  

Unterdessen warten die Bad Hersfelder Festspiele zum Start in ihre 67. Spielzeit am Freitag mit einem Stelldichein der Stars, einer Welturaufführung und Vorverkaufs-Rekorden auf: Noch nie war ein Schauspiel schon vor der Premiere restlos ausverkauft wie jetzt „Martin Luther – Der Anschlag“, das von Intendant Dieter Wedel eigens für die Festspiele geschriebene Stück über den Reformator.

Die Nachfrage nach Eintrittskarten für die Aufführungen in der Stiftsruine und im Schloss Eichhof ist ungebrochen hoch: „Luther“, die Konzerte mit Max Giesinger und Laith Al Deen sowie die Musicals „Titanic“ und „My Fair Lady“ sind bis auf wenige Restkarten schon ausverkauft, für die „Hexenjagd“, „39 Stufen“ und die beiden Klassik-Konzerte mit dem Titel „Italienische Nacht“ gibt es noch Karten. Unterm Strich liegt die Auslastung bereits vor der ersten Vorstellung bei knapp 80 Prozent.

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