Unterstützung vom Ministerpräsidenten

Bouffier plädiert für eine Festspiel-GmbH

Wirbt für eine Festspiel-GmbH: Ministerpräsident Volker Bouffier (rechts). Unser Archivbild zeigt ihn beim Festakt zur Eröffnung der 68. Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz beim Eintrag ins Goldene Buch (sitzend). Dahinter von links Intendant Joern Hinkel, Bürgermeister Thomas Fehling

Bad Hersfeld. Ministerpräsident Bouffier hat Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling Unterstützung bei der Umstrukturierung der Festspiele in eine gemeinnützige GmbH zugesagt.

„Die Umwandlung der Bad Hersfelder Festspiele in eine gGmbH halte ich aus fachlicher Sicht im Sinne der Festspiele für ein sinnvolles Vorhaben. Dies zeigt auch das Gutachten der Firma Actori aus dem Jahr 2014. Die meisten Großfestivals werden inzwischen als GmbH geführt“, schrieb der Ministerpräsident in einem Brief an den Bürgermeister. Er nennt dabei als Beispiele die Salzburger Festspiele, die Bregenzer Festspiele, das Beethovenfest Bonn, den Heidelberger Frühling, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Schwetzinger Festspiele, die Händel-Festspiele Göttingen und die Nibelungen-Festspiele Worms.

„Die Vorteile einer solchen Ausgründung dürften zunächst vor allem aufseiten Ihrer Kommune liegen, daneben wird dem künstlerisch-operativen Betrieb die Arbeit deutlich erleichtert. So dürfte die Steuerung des Betriebes deutlich schneller und effizienter zu bewältigen sein als innerhalb einer kommunalen Verwaltung“, heißt es weiter in dem Brief von Volker Bouffier.

Weitere Pluspunkte seien: Flexibler Mitteleinsatz, Verbleib von Gewinnen im Unternehmen, Auflösung der Differenz zwischen Haushaltsjahr und übergreifender Saisonplanung (dadurch überjährige Planungssicherheit), Stärkung der Fachlichkeit in den Aufsichtsgremien. Zudem sei die Einbindung weiterer Gesellschafter möglich.

Zwar erscheine es zunächst nicht erforderlich, dass das Land selbst als Gesellschafter der gGmbH beitrete. Als maßgeblicher Zuschussgeber wäre es allerdings sinnvoll und wünschenswert, wenn das Land einen oder mehrere Sitze im Aufsichtsrat bekommen würde.

„Ich wäre Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie dies entsprechend in der noch zu konzipierenden Satzung berücksichtigen könnten. Ein möglicher Beitritt des Landes zur Gesellschaft kann dann auch zu einem späteren Zeitpunkt noch erfolgen. Die Förderung der Festspiele wäre damit auch zu keiner Zeit gefährdet“, erklärte der Ministerpräsident in dem Schreiben an Fehling.

Bereits am Mittwoch wird sich der Stadtverordneten-Ausschuss für Bildung und Kultur mit der Thematik beschäftigen (ab 17 Uhr, Konferenzraum der Stadthalle), in der kommenden Woche der Haupt- und Finanzausschuss. (red/ks)

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