Viel Spaß mit der Bigband Landeck

Beswingte Weihnacht im Bad Hersfelder Buchcafé

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Sie ließen das Buchcafé zu Weihnachten swingen: Bigband Landeck unter Leitung von Stabmeister Wolfgang Bax und mit Jörg Bennedik als Conférencier (links). Um das ganze Bild zu sehen, bitte auf das Kreuz klicken.

Bad Hersfeld. Die Bigband Landeck hat bei einem Konzert im Buchcafé mit weihnachtlichen Songs die Zuhörer in eine beswingte Festtagsstimmung versetzt. 

Die vier Bigband-Klassiker „A Bigband Christmas“, „A Child is Born“, „Jingle Bells“ und „Harlem Nocturne“, mit der die 18-köpfige Bigband Landeck unter Leitung von Stabmeister Wolfgang Bax ihr vorweihnachtliches „Swinging Christmas“ Konzert eröffnete, erhielten gleich schon einmal einen warmen Willkommensbeifall. Das zeigte, dass viele der Gäste im ausverkauften Buchcafe doch eher das Besinnliche und die Ruhe in der Vorweihnachtszeit suchten.

Apropos Besinnlichkeit. Was macht der Weihnachtsmann eigentlich im Mai, Juni oder August? Na klar doch: Er zieht gen Süden an die Côte d’Azur nach Cannes, setzt sich mit offenem Hawaihemd ans blaue Meer, gönnt sich einen Longdrink und lässt es sich einfach gut gehen.

Jörg Bennedik, der sonst selbst eine flotte Jazz-Gitarre hinlegt, mimte diesmal den gesetzten Conférencier, der mit ein wenig trockenem Humor die skurrilsten Weihnachtsgedichte vortrug, die Ernst-Ludwig Rehs (Saxophon, Gesang) eigens für diesen Abend ausgewählt hatte.

Eine äußerst gelungene Idee, da Jörg Bennedik sowohl zu den Solisten und als auch den Stücken, die nicht immer nur weihnachtlich, aber immer mit einem Bezug hierzu daher kamen, etwas kundtun konnte.

Mit „Spain“ und dem „St. Louis Blues“ folgten zwei völlig untypische Weihnachtslieder zur Erholung, die aber von „Santa Claus Is Coming To Town“ und dem Weihnachts“Fever“ schnell wieder eingefangen wurden. Vor der Pause rezitierte Jörg Bennedik noch das „Weihnachten in der Schule“ vom Lyriker und Zeichner F.W. Bernstein, der kurz zuvor in Berlin verstorben war.

Nach der Pause startete das Saxophon-Quintett der Bigband mit einem leicht ange- swingten Potpourri der beliebtesten Weihnachtsmelodien und Rolf Mohr glänzte mit einem seiner Tenor-Saxophon-Soli bei „Lost Star“.

Einen richtig funkelnden Diamanten, den sich so mancher zu Weihnachten wünscht, ließ die Bigband bei „The Pink Panther“ glitzern und Antje-Fey-Spengler genoss sichtlich ihr Tenor-Saxophon-Solo. Bevor es mit „Let it Snow!“ so richtig anfing zu swingen, gab die Bigband den Zuhörern ihr „Feliz Navidad“ mit auf den Weg.

Und zum musikalischen Abschluss fand sogar auch noch eine Premiere statt. Eda Luley-Raufeisen gab ihr bejubeltes White-Christmas-Debüt im Duett mit Alf Rohte.

Obwohl mit „Silent Night“ eigentlich nur eine Zugabe geplant war, erklatschte sich das begeisterte Publikum nochmals ihr „Feliz Navidad“ als zweite Zugabe. In diesem Sinne eine beswingte Frohe Weihnacht.

Von Steffen Sennewald

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