Wenn’s im Neubau schimmelt

Bauliche Mängel im neuen Hessen-Stadion an der Oberau in Bad Hersfeld

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Im Hessen-Stadion an der Oberau sind die Tribüne und das Multifunktionsgebäude als Hessentagsprojekt neu gebaut worden. Nach nur zwei Monaten ist jetzt Schimmel im Gebäude aufgetreten. 

Im Neubau des Hessen-Stadions an der Oberau in Bad Hersfeld sind nur zwei Monate nach der Einweihung zum Hessentag bauliche Mängel aufgetreten. Es ist Schimmel entdeckt worden. 

Eigentlich wollten die Fußballer der SG Festspielstadt/SVA/SpVgg ihre Heimspiele am Sonntag im Hessen-Stadion an der Oberau austragen. Daraus aber wird nichts. Sowohl die Begegnung der Reservemannschaft um 13.15 Uhr, als auch die der ersten Mannschaften zwischen Hersfeld und der SG Haunetal (15 Uhr) werden in Asbach ausgetragen.

Grund dafür sind sanitäre Mängel, die im neu gebauten Funktionsgebäude aufgetreten sind. Oder anders gesagt: Schimmel. Schimmel in einem Neubau. Das bestätigt Stadtsprecher Meik Ebert auf Anfrage unserer Zeitung. Sowohl im Flur, als auch in den Kabinen sollen Stockflecken und Schimmel aufgetreten sein. Grund dafür müssen wohl Fehler an der Heizungsanlage – vermutlich undichte Heizungsverteiler – gewesen sein.

Situation sei weniger dramatisch

Nach unbestätigten Informationen unserer Zeitung hieß es am Donnerstag zunächst, dass die Eiterfelder Sanitärfirma, die am Neubau des Hessentagsprojekts beteiligt gewesen war, bereits Wände aufgestemmt und Duschen deinstalliert habe. Das verneint Ebert nach Rücksprache mit dem städtischen Bauamtsleiter Johannes van Horrick. Die Situation sei weitaus weniger dramatisch.

„Derzeit ist im Gebäude das Wasser abgestellt. Am Montag sollen dann Trocknungsgeräte aufgestellt werden. Es geht jetzt darum, die Ursache für den Schimmelbefall herauszufinden und diesen zu beseitigen“, berichtet Ebert.

Wenig erfreut zeigt man sich vonseiten der SG Festspielstadt/SVA/SpVgg, die mit ihren Fußballern nun erneut – wie schon während der gesamten Bauphase in der vergangenen Saison – mit Sack und Pack nach Asbach umziehen muss. Dort dürfte es am Wochenende zudem ziemlich eng werden, da der JFV Bad Hersfeld ein dreitägiges Fußballcamp für Jugendliche ausrichtet.

Aus heiterem Himmel

Michael Bein vom Vorstand des Hersfelder Klubs traf die Nachricht am Donnerstag wie ein Schlag aus heiterem Himmel. Er wundert sich nicht nur darüber, wie in einem Neubau plötzlich Schimmel auftreten könne, sondern beklagt auch mangelnde Kommunikation seitens der Stadt. „Wenn unser Platzwart uns am Donnerstagmittag nicht darauf aufmerksam gemacht hätte, hätten wir am Wochenende möglicherweise unvorbereitet vor verschlossenen Türen gestanden“, sagt er.

Bein gibt zu bedenken, dass man bei einer Spielverlegung den Klassenleiter und Gegner frühzeitig informieren müsse. Zudem gäbe es logistische Anforderungen, um den Spielbetrieb zu gewährleisten. Das benötige einigen Vorlauf.

Übrigens: Das nächste Heimspiel der Hersfelder Fußballer steht am 30. August an. Mal sehen, ob der Neubau dann wieder in Schuss ist.

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