Streit um Bauvorhaben

Alter Ärger und neuer Ärger im Kurviertel

Erfolgreicher Protest: Vor einem Jahr hatten die Anwohner im Bereich der Sternerstraße dem Ausschuss Stadtplanung und Umwelt ( im Bild der damalige Vorsitzende Roland Luley, links, und Bauamtschef Johannes van Horrick, daneben) ihren Unmut über vermeintlich zu groß geratene Bauvorhaben mitgeteilt. Foto: Schönholtz/Archiv

Bad Hersfeld. Nicht nur der Lärmschutz gegen den Verkehr von Autobahn, Bundesstraße und Bahnstrecke bewegt die Anwohner im Bad Hersfelder Kurviertel, sondern auch Bauvorhaben, die ihrer Ansicht nach entweder überdimensioniert sind oder liebgewordene Idylle stören.

Das wurde jetzt im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt einmal mehr deutlich, als es um die Bebauungspläne für den Bereich „Tageberg-Kurviertel“ und das Vorhaben eines Gesundheitszentrums im ehemaligen Café Bolender ging.

Immerhin: Der schon vor einiger Zeit begonnene Prozess um die Zulässigkeiten im Wohngebiet Richtung Tageberg scheint von Seiten der Bauverwaltung zur Zufriedenheit der Anwohner zu laufen. Der Bebauungsplan befindet sich derzeit in der Offenlage und kann beispielsweise im Internet noch etwa zwei Wochen lang eingesehen werden. Wie Bauamtschef Johannes van Horrick den Ausschussmitgliedern und zahlreichen interessierten Zuhörern mitteilte, wurde die künftige Bebauung so reglementiert, dass klotzige Wohnanlagen ausgeschlossen sind. So soll der Charakter der hier bestehenden Denkmalensembles bewahrt werden.

Projektpläne für freie Grundstücke auf einem Mittelstreifen zwischen Sternerstraße und Ludwig-Braun-Straße hatten im vergangenen Jahr erst größere Proteste und schließlich die Beplanung dieses Bereichs ausgelöst (unsere Zeitung berichtete).

Könnte dieser Ärger also demnächst beigelegt werden, so droht am Tor zum Kurviertel neues Ungemach: Gegen das geplante neue Gesundheitszentrum seien bereits etliche Einwände der Anwohner und des benachbarten Altenzentrums eingegangen, informierte van Horrick.

Mehr zum Thema lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Hersfelder Zeitung.

Kommentare