Vor Gericht verurteilt

1000 Euro Strafe für Holzklau

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Die Beschriftung dient nur der Identifizierung: Ein GPS-Sender verrät den Förstern, wo sich ihr Holz befindet. Auf dem Foto zu sehen ist Sterkelshausens Revierförster Björn Brandau.

Bad Hersfeld – Für den Diebstahl von Brennholz aus dem Wald im Revier Sterkelshausen ist ein Mann jetzt vor dem Hersfelder Amtsgericht zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden.

Sterkelshausen/Bad Hersfeld – Für den Diebstahl von Brennholz aus dem Wald im Revier Sterkelshausen ist ein Mann jetzt vor dem Hersfelder Amtsgericht zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Der Wert des bei Nacht gestohlenen Holzes lag laut dem zuständigen Förster Björn Brandau bei rund 30 Euro – das Urteil lautet 20 Tagessätze à 50 Euro. 20 Tagessätze entsprechen rund einem Drittel des Nettomonatsgehalts.

„Das begrüße ich ausdrücklich“, sagt Dr. Hans-Werner Führer, Leiter des Forstamtes Rotenburg. „Das ist eben kein Kavaliersdelikt oder eine unbedeutende Ordnungswidrigkeit.“ Die Strafe sei auch deswegen vergleichsweise hoch ausgefallen, weil der Verurteilte vor Gericht keine Einsicht zeigte, so Dr. Rolf Schwarz, stellvertretender Amtsgerichtsdirektor, gegenüber unserer Zeitung.

Möglich war die Überführung des Diebes, weil das Holz mit einem GPS-Sender ausgestattet war. Diese werden vom Landesbetrieb Hessen Forst seit sechs Jahren stichprobenartig eingesetzt. Sie sind so klein und kompakt, dass sie sich auch in schmalen Holzstücken unauffindbar einbauen lassen.

Holzdiebstähle nehmen immer dann zu, wenn der Laub-Industrieholzmarkt unter Druck gerät und das Holz teurer wird, so Hessenforst-Sprecher André Schulenberg. Hessenweit würden mehrere tausend Kubikmeter pro Jahr gestohlen, was einen finanziellen Schaden im mittleren sechsstelligen Bereich verursache. Aber: „Der Abschreckungseffekt durch die Einführung der Trackertechnologie ist spürbar.“

Immer wieder fallen den Förstern der Ämter Bad Hersfeld und Rotenburg aber auch ohne die GPS-Technologie Diebe auf.

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