Konflikte eskalieren häufiger

Keine Hunde im Geistalbad: Bädergesellschaft zieht Bilanz

Hundeschwimmen im Fritz Kunze Bad in Heringen
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Hundeschwimmen im Fritz Kunze Bad in Heringen

Dem Vorschlag der FWG-Fraktion, künftig Hundeschwimmen zum Saisonende im Geistalbad anzubieten, hat die Bädergesellschaft eine Absage erteilt.

Die Bädergesellschaft in Bad Hersfeld hat zum Jahresabschluss Bilanz gezogen. Durch die notwendige Schließung zum Hessentag hatte das Geistalbad in diesem Jahr rund 3000 Badegäste weniger als im Vorjahreszeitraum. Außerdem beklagt der Aufsichtsrat, dass es immer häufige zu Konflikten mit Badegästen kommt. Dem Vorschlag der FWG-Fraktion, künftig Hundeschwimmen zum Saisonende im Geistalbad anzubieten, wurde eine Absage erteilt. Darüber hat der Aufsichtsrat der Bädergesellschaft in einer Pressemitteilung informiert.

Wirtschaftsplan wurde vorgelegt 

Zur Bädergesellschaft gehören neben dem Geistalbad, die Kurpark-Therme und das Aqua Fit. Neben dem Jahresabschluss 2019 legte der Aufsichtsrat auch den Wirtschaftsplan für 2020 vor. Die Umsatzerlöse der Bädergesellschaft reduzierten sich durch den Hessentag und andere Faktoren um etwa 20.000 Euro. Im Gegenzug konnten beim Personal deutlich Überstunden abgebaut werden, was die Personalkosten reduziert. Erfreut zeigte sich der Aufsichtsrat über die hohe Resonanz auf die zahlreichen Kursangebote in den Bädern.

Insbesondere im Geistalbad beklagt die Bädergesellschaft „die zunehmende Eskalation von Konflikten“. Vermehrt werde das Aufsichtspersonal Ziel von Drohungen und Beleidigungen – „bedauerlicherweise fast ausnahmslos durch Personen mit Migrationshintergrund“, heißt es in der Mitteilung.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, 1. Stadtrat Gunter Grimm (CDU), machte deutlich, dass die Gesellschaft eine Verpflichtung zum Schutz der Badegäste und des Personals vor Beleidigungen und tätlichen Angriffen habe. „Diese Verhaltensweisen müssen angesprochen werden; ein Fehlverhalten in unseren Bädern wird nicht toleriert“, erklärte Grimm. 

Zusammenarbeit soll verbessert werden

Dazu müsse zum Schutz aller Beteiligten die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtspersonal und Polizei verbessert werden. Der Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Klaus Schnettger, informierte zudem über die geplanten Sanierungsmaßnahmen in den Toiletten- und Duschanlagen in den Bädern. Hierzu werden im Wirtschaftsplan 2020 150.000 Euro bereitgestellt. Auch beim Blockheizkraftwerk gebe es Handlungsbedarf, wofür vorsorglich 120.000 Euro eingeplant wurden.

Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Antrag der Bad Hersfelder FWG-Fraktion zum „Hundeschwimmen“ im Geistalbad (wir berichteten), der allerdings mehrheitlich vom Aufsichtsrat abgelehnt wurde. Als Gründe dafür werden unter anderem zu erwartende Fellhaarrückstände in den Filteranlagen, Fellverlust bei Hunden durch die Chloreinwirkung und der hohe Beckenrand angeführt. Hinzu komme, dass das Geistalbad kein Naturbad mit seichtem Eingang und ohne Chloreinsatz sei. Der Aufsichtsrat sei nicht davon überzeugt, dass Hundeschwimmen die Attraktivität des Bads steigern würde. Außerdem gebe es Alternativen an der Fulda.   red/kai

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