Christdemokraten: „Es muss sich etwas tun“

Bad Hersfeld: Ansiedlungsprojekten an der Hochbrücke eine Chance geben

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Ein Interessent, zwei Standorte: Kaufland will sich entweder am Schlachthof oder an der Autozentrale (Bild) ansiedeln.

Bad Hersfeld. Grundsätzlich positiv sieht die Bad Hersfelder CDU zwei Ansiedlungsprojekte für Lebensmittelmärkte im Bereich der Hochbrücke.

 „Es muss sich etwas tun“, sieht der Stadtverordnete Thomas Schaffert links und rechts der Frankfurter Straße Handlungsbedarf. Auch Fraktionsvorsitzender Andreas Rey plädiert im Vorfeld der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt in der kommenden Woche dafür, die Pläne der Investoren ergebnisoffen zu diskutieren.

In beiden Fällen geht es um einen Markt der Kaufland-Gruppe, die sowohl mit dem Bad Hersfelder Bauunternehmer Helmut Räuber wie auch mit der örtlichen VR Immobilien + Service GmbH im Gespräch ist.

Räuber ist Eigentümer des Areals der ehemaligen Autozentrale. Seine Pläne seien nahezu baureif, wissen die Christdemokraten. Komplizierter ist die Lage auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wo die Nähe der Bahn und die Zukunft des Schlachthofs berücksichtigt werden müssen.

„Wir würden den Plänen von Helmut Räuber zustimmen, der VR-Bank aber keine Steine in den Weg legen“, signalisieren Rey und Schaffert, die auch dann Bedarf für einen weiteren Lebensmittelmarkt sehen, wenn Edeka wie geplant in das Postgebäude in der Hainstraße einzieht.

Die CDU befindet sich mit dieser Haltung im Widerspruch zur bislang verfolgten Rathaus-Politik, die Neuansiedlungen außerhalb des Stadtrings mit Ausnahme des Rechberggeländes durchweg verhindert hat. Bürgermeister Thomas Fehling hatte die Ablehnung der Stadtplanung bei Bekanntwerden des Räuber-Vorhabens mit dem Schutz der Innenstadt begründet (unsere Zeitung berichtete). Allerdings sollte das Vorhaben des Investors in den städtischen Gremien vorgestellt und durch ein neues GMA-Gutachten zu Bedarf und Auswirkungen unterfüttert werden.

Andreas Rey und Thomas Schaffert sind jedoch der Ansicht, dass die Einholung eines Gutachtens zu viel Zeit kosten würde. Auch sind sie sich sicher, dass ein Lebensmittel-Sortiment die Innenstadt nicht schädigen würde. Weiter ist die CDU überzeugt davon, dass auch die anderen Fraktionen zu den Projekten nicht grundsätzlich nein sagen werden.

„Uns ist wichtig, dass überhaupt eine Entwicklung in der Stadt stattfindet,“ wollen die Christdemokraten eine Blockade verhindern. Der Bauausschuss tagt am nächsten Mittwoch, 13. Juni, ab 17 Uhr im Konferenzraum 2 der Stadthalle.

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