Obst- und Gartenbauverein dekoriert seit 20 Jahren den Osterbrunnen

Asbacher bringen Farbe ins Dorf

Im Einsatz fürs Ortsbild: Die Mitglieder vom Obst- und Gartenbauverein Asbach haben auch in diesem Jahr ihren Brunnen liebevoll dekoriert. Foto: Miehe

Asbach. Von der Tradition der Osterbrunnen in der fränkischen Schweiz fühlten sich vor mehr als 20 Jahren der damalige Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, Hans März, und seine Frau Lissy angeregt, auch in Asbach einen Brunnen zu dekorieren.

Asbach. „Was die fränkische Schweiz kann, kann Asbach schon lange“. Das schienen sich Hans März, der damalige Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins und seine Frau Lissy vor 20 Jahren gedacht zu haben.

Im Jahr 1998 wurde jedenfalls zum ersten Mal der Springbrunnen an der Mühlestraße mit österlicher Dekoration versehen. Auch nach dem Tod des Ehepaars März führten einige Vereinsmitglieder diese Idee fort. „Einen österlichen Schmuck im Dorf anzubringen, das ist doch ein attraktiver Beitrag zur Verschönerung des Ortsbildes“, meint die gegenwärtige Vorsitzende Petra Heyer. Mittlerweile schmücken die Einwohner zahlreicher Orte in der Region ihre Brunnen. In den vergangenen Jahren wurde diese Gepflogenheit von Vereinen oder von Privatpersonen aufgegriffen. Dabei werden mehr oder weniger kunstvolle Dekorationen kreiert, mit Tannengrün Girlanden gewunden und diese mit hunderten Eiern bestückt. Diese werden bogenförmig als Kronen über die örtlichen Brunnen gespannt – einer möchte den anderen mit seiner Dekoration übertreffen. Und die Vereinsmitglieder schauen sich auch Ideen bei anderen ab. So hat zum Beispiel Petra Heyer eine österliche Dekoration mit Osterhasen unter der altehrwürdigen Linde in Aua gesehen und diesen Schmuck dann auch für Asbach übernommen. Schließlich möchte sie nach 20 Jahren nicht jedes Jahr die gleiche Dekoration anbringen. Seit dem vorigen Jahr haben die Asbacher auch große Osterhasen um den Brunnen herum gruppiert und in die österliche Dekoration einbezogen.

Zehn Akteure

Etwa zehn Akteure des Asbacher Obst- und Gartenbauvereins – dieser zählt über 120 Mitglieder – bemühten sich in diesem Jahr wieder um eine schöne österliche Dekoration in ihrem Ortsbild.

Die stellvertretende Vorsitzende Ilse Schube verwies mit Stolz auch auf andere Aktivitäten, wie zum Beispiel die Betreuung eines Schulgartens und die Instandhaltung von über 30 Bänken in der Gemarkung. „Einmal im Monat treffen wir uns zum Arbeitseinsatz und dann setzen wir uns auch noch ein bisschen zusammen – Gemeinschaftspflege muss doch auch sein“, bekräftigte Petra Heyer. „So gemeinsame Aktionen wie das Brunnenschmücken halten doch die Mitglieder zusammen – und bringen nicht zuletzt noch etwas für das Dorf!“

Hintergrund

Brauch aus Oberfranken

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist in einzelnen Gemeinden in der Fränkischen Schweiz das Schmücken von Brunnen belegt. Seit den 1950er, 60er Jahren wurde dies schließlich in immer mehr Gemeinden dieser Region aufgegriffen. Bald strahlte diese Gepflogenheit auch in andere Landschaften aus und wurde unter anderem auch in zahlreichen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg aufgenommen. In den letzten Jahrzehnten sind kunstvoll geschmückte Osterbrunnen in mehreren Landschaften als besondere Attraktion auch als Anziehungspunkt für Touristen vermarktet worden. Seit 20 Jahren wurde nun die österliche Dekoration von Brunnen und Plätzen allmählich auch in unserer Region in immer mehr Gemeinden aufgegriffen und erfreut sich nunmehr auch hier wachsender Beliebtheit. (bm)

Von Brunhilde Miehe

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