Zahlen für den August

Arbeitslosigkeit ist im Landkreis weiter gesunken

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Hersfeld-Rotenburg – Die Arbeitslosigkeit in Waldhessen ist im August gesunken. Derzeit sind 2417 Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg arbeitslos.

Das sind 43 weniger als im Juli. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,7 Prozent und somit noch einmal um 0,2 Prozent unter der Quote des Vorjahres.

Bezieht man jedoch alle Menschen ohne Arbeit, also auch diejenigen, die gerade in Maßnahmen der Agentur weitergebildet werden, vorübergehend krank oder älter als 58 Jahre und Hartz-IV-Empfänger sind, mit ein, liegt die Quote bei 4,9 Prozent (Unterbeschäftigungsquote).

Von der guten Entwicklung – sowohl gegenüber dem Vormonat als auch zum Vorjahresmonat – profitierten nahezu alle Personengruppen. Besonders stark im Vergleich zum Vorjahr war der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Frauen, bei älteren Arbeitslosen über 50 Jahren, sowie bei Menschen ohne deutschen Pass. Sehr erfreulich sei auch der weitere Abbau der Arbeitslosigkeit bei schwerbehinderten Menschen, betont Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Bei der Arbeitsagentur sind zum Ende des Monats 922 Personen arbeitslos gemeldet (48 mehr gegenüber dem Vorjahr), beim Jobcenter des Landkreises 1495 (145 weniger).

„Die nachhaltig positive Konjunkturlage in der Region lässt sich an der langfristigen Entwicklung ablesen“, erklärt Dombrowski. So hatte die Arbeitslosenquote im August 2014 bei 5,1 Prozent gelegen, im Jahr 2009 bei 7,5 Prozent und im August vor 20 Jahren sogar bei 10,5 Prozent!

Allerdings zeigt die abnehmende konjunkturelle Dynamik erste negative Spuren auf dem Arbeitsmarkt: So haben sich im August mehr Menschen aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr (+ 13,2 Prozent). Agenturchef Dombrowski weist zudem darauf hin, dass ein weiterer Abbau der Arbeitslosigkeit auch durch strukturelle Aspekte gebremst wird. Vielen arbeitslosen Menschen fehlt zum Beispiel ein anerkannter Berufsabschluss. In vielen gewerblich-technischen Berufen ist der Fachkräftemangel deutlich zu spüren. Folglich gestalten sich die Vermittlungsprozesse aufwendiger als in der Vergangenheit.

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