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Arbeitslosenquote im Landkreis steigt leicht an auf 3,7 Prozent

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Von: Mario Reymond

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Ein Schild mit dem Logo der Arbeitsagentur, ein Mann im Hintergrund.
Symbolbild Agentur für Arbeit © Markus Scholz/dpa

Die Zahl der Arbeitslosen in Waldhessen ist im November leicht angestiegen. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 2359 um 33 höher als noch im Oktober.

Hersfeld-Rotenburg – Die Arbeitslosenquote ist von 3,6 auf nunmehr 3,7 Prozent angestiegen. Im Vorjahresmonat betrug die Arbeitslosenquote 3,2 Prozent.

Schuld an dieser Entwicklung hätte laut Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, die besonders schwierige Lage in der durch den russischen Angriffskrieg gebeutelten Ukraine.

„Nehmen wir den Sondereffekt der Fluchtmigration aus der Ukraine aus den Arbeitslosenzahlen heraus, wäre die Arbeitslosigkeit niedriger als vor einem Jahr“, erläutert Dombrowski.

Während die Arbeitslosigkeit insgesamt um 298 Personen anstieg (+14,5 Prozent), kletterte aufgrund des Ukrainekriegs und der vielen Flüchtlinge die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer innerhalb eines Jahres von 413 auf 928 Frauen und Männer (+80,2 Prozent) nach oben.

Dementsprechend verzeichnete das Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 39,4 Prozent auf 1770 Personen, während bei der Arbeitsagentur aktuell 589 arbeitslose Personen registriert sind und somit 202 weniger als vor einem Jahr.

„Dies ist angesichts der hohen Inflation, der Lieferkettenprobleme und der unsicheren Perspektiven ein erstaunlich guter und damit erfreulicher Zustand“, stellt Agenturchef Dombrowski fest.

Positiv stellte sich im vergangenen Monat auch die Entwicklung bei den jüngeren Menschen unter 25 Jahren dar. In diesem Altersbereich sank die Arbeitslosenzahl von 246 auf nunmehr 225 Personen.

Die Unterbeschäftigungsquote – sie erfasst auch Menschen in „arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen“, vorübergehend Erkrankte und Menschen über 58 Jahre, die Hartz-IV erhalten – beträgt 4,6 Prozent, Vormonat 4,5 Prozent (Vorjahresmonat: 4,1 Prozent). (Von Mario Reymond)

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