Statistik der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda

2387 Arbeitslose im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Quote bleibt bei 3,7 Prozent

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Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda.

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist im Februar leicht angestiegen. Mit 2387 arbeitslosen Menschen liegt die Zahl um 25 über der vom Januar (plus 1,1 Prozentpunkte).

Die Arbeitslosenquote bleibt damit unverändert bei 3,7 Prozent und liegt unter dem Vorjahresniveau (4,0 Prozent).

Von dieser Entwicklung gegenüber dem Februar 2019 hätten alle Personengruppen profitiert, sagt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, insbesondere jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren (minus 51 auf 271). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Januar sei bei dieser Personengruppe zu erwarten gewesen (plus 20). Grund sei das Ausbildungsende in einigen Ausbildungsberufen.

Unterbeschäftigungsquote bei 4,9 Prozent

Auch die Unterbeschäftigungsquote bleibt mit 4,9 Prozent konstant. Als Unterbeschäftigte gelten neben regulär Arbeitslosen auch jene, die an arbeitsmarktpolitischen Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen teilnehmen sowie krank gemeldete Arbeitslose.

Die Stellensituation deutet laut Dombrowski auf eine sich abschwächende Konjunktur hin. Seit Jahresbeginn habe der Arbeitgeberservice der Bad Hersfelder Arbeitsagentur 624 Stellen akquiriert, was einen deutlichen Rückgang zum Vorjahr bedeute. Derzeit liegen der Arbeitsagentur 1149 Stellen zur Besetzung vor – das sind 22,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Vor allem in den Bereichen Produktion und Fertigung mache sich die wirtschaftliche Situation bemerkbar, so Dombrowski. Viele Betriebe würden sich mit Neueinstellungen zurückhalten, die Anfragen zur Kurzarbeit und die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Betriebe steige.

Kurzarbeit für Qualifizierung nutzen

Waldemar Dombrowski rät den Unternehmen in der Region, Zeiten der Kurzarbeit für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zu nutzen, „um noch besser aufgestellt zu sein, wenn die Konjunktur wieder anzieht“. (red/ses)

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