CDU-Antrag im Kreistag Hersfeld-Rotenburg fand keine Mehrheit

An der Kulturförderung durch den Kreis wird nicht gerüttelt

Hersfeld-Rotenburg. Die CDU-Fraktion im Kreistag ist mit einem Antrag gescheitert, wonach 42.000 Euro zur Kultur-, Vereins- und Ehrenamtsförderung nicht ausgezahlt werden sollten.

Zudem wurde der Kreisausschuss aufgefordert, allgemein verbindliche Regeln für die Förderung zu erlassen. Der Antrag sei „ein letzter verzweifelter Versuch“ bei der Förderung „nach dem Gießkannen-Prinzip“ mehr Gerechtigkeit zu finden, hatte CDU-Fraktionschef Herbert Höttl argumentiert. Deshalb sollte die Förderung vorerst zurückgestellt werden. Der SPD warf er vor, sie würde über das Mittel der Förderung nur „ihre Klientel“ bedienen.

Diesen Vorwurf wies für die SPD Torsten Warnecke entschieden zurück, indem er einige der geförderten Institutionen, wie das Bachhaus, das jüdische Ritualbad in Rotenburg, Ellis Saal in Bebra, das Buchcafé, das Theater Klartext in Breitenbach, das Kali-Museum in Heringen, das Kloster Cornberg und die Bad Hersfelder Festspiele aufzählte. „Die CDU hat ein gestörtes Verhältnis zur Kultur“, sagte Warnecke. Zudem sei es unseriös, Haushaltspläne rückwirkend korrigieren zu wollen, worüber sich eine hitzige Diskussion entspann. Auch Landrat Dr. Michael Koch widersprach indirekt der CDU, indem er klar stellte, dass es sehr wohl Regeln für die Vereinsförderung gebe, die „transparent und nachvollziehbar“ seinen.

In der Abstimmung waren nur die CDU und die AfD für den Antrag. (kai) 

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