Im vergangenen Jahr wurden 233 Einsätze absolviert

Alter Fuhrpark der Bad Hersfelder Feuerwehr bereitet Sorge

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Besondere Leistungen: Brandschutzehrenzeichen und die Katastrophenschutz-Medaille wurden während der Jahreshauptversammlung der Bad Hersfelder Feuerwehren ebenfalls überreicht.

Bad Hersfeld. Die Feuerwehren der Kreisstadt Bad Hersfeld waren auch im vergangenen Jahr wieder häufig gefordert. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte in 2016 zu 233 Einsätzen ausrücken.

Trotz dieser großen Zahl an Einsätzen war 2016 im Vergleich zu 2015 fast schon erholsam für die Feuerwehrfrauen und -männer. Denn in 2015 hatten die Verantwortlichen noch 350 Einsätze gezählt.

Die Einsätze in 2016 gliederten sich in 73 Brandeinsätze und 116 Hilfeleistungen. Fehlalarme gab es 44. Zudem wurden 136 Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene erfolgreich absolviert sowie 182 Brandsicherheitsdienste meist in der Stadt-, der Schildehalle und der Stiftsruine geleistet.

In seiner kurzen Rede wies Stadtbrandinspektor Frank Jakob darauf hin, dass das Durchschnittsalter des Fuhrparks der Feuerwehr jenseits von 18 Jahren liege. Daher sei in den kommenden Jahren mit immensen Wartungs- und Reparaturkosten zu rechnen. Als sehr sinnvoll habe sich aus seiner Sicht auch die Einrichtung einer Feuerwehrkommission durch den Bürgermeister erwiesen. Die besteht aus dem Bürgermeister als Vorsitzendem sowie aus Mitglieder aller politischen Fraktionen, Mitarbeitern der städtischen Verwaltung und Führungskräften der Feuerwehr.

„Die Sitzungen finden einmal im Monat abwechselnd in den Feuerwehrgerätehäusern der Stadt Bad Hersfeld statt und behandeln alle wichtige Themen die unsere Feuerwehr betreffen“, sagte Jakob, der den Posten des Stadtbrandinspektors im Wechsel mit Andreas Kling und Christian Seelig bekleidet.

Im Gegensatz zu Jakob hatte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Hersfeld-Rotenburg, Thomas Specht, eine andere Vorstellung von funktionierender Feuerwehr und äußerte sein Missfallen über die Feuerwehrkommission: „Feuerwehr gehört in die Politik, aber Politik nicht in die Feuerwehr“, rief er in den Versammlungsraum.

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