Volles Haus unter dem Stern

40 Jahre Evangelisches Gemeindezentrum Johanneskirche: Treffpunkt für Menschen aller Generationen

„Tragt in die Welt nun ein Licht“ : Gemeinsam mit den Kindern und Mitarbeitern der evangelischen Kindertagesstätte und den Pfadfindern verteilte Pfarrer Holger Grewe das Friedenslicht aus Bethlehem unter den Gottesdienstbesuchern. Foto: Janßen

Bad Hersfeld. Mit einem Gottesdienst und einem Fest im Zeichen des Friedenslichtes aus Bethlehem erinnerte die evangelische Stadt- und Johanneskirchengemeinde an die Eröffnung des Gemeindezentrums auf dem Johannesberg am 3. Advent 1977.

Fest und Gottesdienst wurden nicht nur durch die Pfarrerinnen und Pfarrer der Stadt- und Johanneskirchengemeinde, sondern auch durch die Pfadfinder, den Kirchenchor, den Posaunenchor der evangelischen Kirche und des CVJM sowie die Kinder der Kita Johannesberg gestaltet. Dadurch zeigte sich das Gemeindezentrum auch an diesem Abend, bei vollem Haus unter dem leuchtenden Weihnachtsstern im Kirchenraum als das, was es auch im Alltag ist: Ein Treffpunkt für Menschen aller Generationen.

Die Arbeit, die in dem damaligen Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Domäne Bingartes zunächst in einer „Baracke“ begonnen hatte, fand im Gemeindezentrum nicht nur einen gebauten Rahmen. Es entstand mehr als nur ein Haus für die Arbeit der evangelischen Kirchengemeinde: Das Gemeindezentrum wurde im Laufe der Jahre zu einem Anlaufpunkt und zu einem lebendigen Zentrum des Lebens der Menschen auf dem Johannesberg.

Identitätsstiftend

Diese identitätsstiftende Funktion des evangelischen Gemeindezentrums würdigten auch Stadtrat Gunter Grimm und Dekan Dr. Frank Hofmann in ihren Grußworten. Grimm fasste das Bedürfnis nach einem Anlaufzentrum in dem treffenden Satz „Wo Menschen sind und es keine kirchlichen Räume gibt, da stimmt etwas nicht“ zusammen. Das evangelische Gemeindezentrum, so Grimm, sei im Lauf der Jahre zu einem echten Ort der Begegnung geworden, der für den Stadtteil eine wichtige Funktion übernommen habe.

Dekan Dr. Hofmann blickte mit großer Dankbarkeit auf die zurückliegenden 40 Jahre kirchlicher Arbeit im Gemeindezentrum zurück und ermutigte die Gemeinde dazu, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen und neue Ideen für die Nutzung des Hauses zu entwickeln. Der geplante Gemeinde-Mittagstisch und die lebendigen Nachmittage mit „Yo’s Rollerrrüben“ seien nur einige der Beispiele, an denen zukünftige Möglichkeiten der Belebung des Hauses sichtbar würden.

Für Pfarrer Rainer Bätzing, der die Grüße der benachbarten Matthäuskirchengemeinde und des Arbeitskreises Christlicher Kirchen überbrachte, ist besonders das intensive ökumenische Miteinander auf dem Johannesberg ein wichtiger Teil des Lebens in der Stadt.

Großen Anklang fanden auch die musikalischen Grußworte von Mine Waskowiak an der Orgel, dem Kirchenchor unter Leitung von Christian Georg und dem von Gesa Hild geleiteten Posaunenchor, der zum Schluss sehr stilecht die Blues Brothers lebendig werden ließ.

Mit einer kleinen Ausstellung im Foyer des Gemeindezentrums wurde an die zurückliegenden 40 Jahre kirchlicher Arbeit auf dem Johannesberg erinnert. Viele der Gäste, unter ihnen auch der ehemalige Gemeindepfarrer Dr. Martin Lückhoff, nutzten bei einem Imbiss im Anschluss an den Gottesdienst die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen. (uj)

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