Unsere Kritik gilt rein den Äußerlichkeiten, dem monströsen, ineffektiven Innenausbau der Schilde-Halle, der gegenüber dem Vorjahr zum Nachteil verändert wurde: Warum hat man den beidseitigen Tribünenaufbau mit dem Mittelgang als Spielfläche aufgegeben und stattdessen mit frontaler Ausrichtung ein Kinosaal-Ambiente geschaffen, das nur wenigen Zuschauern in den ersten Reihen nützt? Für uns mit Plätzen im Mittelbereich war der Blick zur Bühne so gut wie verwehrt, dazu die miserable Akustik (Tontechnik!) und auch noch die schlechte Belüftung der Halle. Unter diesen schlechten Bedingungen lassen sich die vielfältigen Dimensionen der Stücke, gleich welcher Art sie sind, für den Zuschauer und Zuhörer nicht erschließen. Daher sollte man wieder die Tribünen, jedoch in erweiterter, verbesserten Anordnung installieren, mit Mittelgang als Spielfläche; die beiden äußeren Zugänge entfielen dann und kämen der zentrierten Spielfläche und der Tribünenerweiterung (mehr Sitzplätze) zugute. Das brächte den Vorteil mit sich: Alle Zuschauer sind dicht am schauspielerischen Geschehen, und es bedarf auch keiner aufwendigen Tontechnik (Verstärkung über Lautsprecher und Mikrophone). Gerade Hörstücke, moderne sowie zeitlose Kleinkunst, Pantomime, Kabarett, Comedy, Tanz- und Musikgruppen kommen dabei richtig zur Geltung. So war die vorjährige Aufführung W. Borcherts „Draußen vor der Tür“ ein ganz großer Erfolg!
Horst und Christa Müller
Auestraße 23
Bebra








