(Nebenbei: Auch einer, der es mit der Wahrheit nicht immer so ganz ernst nahm, wenn es Vorteile brachte. Das ist ihm von Mehrheitsfraktion und Bürgern ins Stammbuch geschrieben worden.) Ganz anders nun sein Vorgehen in den letzten Tagen: Er macht Schlagzeilen, enthält sich aber jeglichen Kommentars. Wie kommt's ?
Er plant seinen letzten großen Coup in Friedewald. Und den will er durch unbedachte Äußerungen nicht gefährden. Nach nur 1 1/2 Amtsperioden strebt er mit einer hübschen Pension vorzeitig in den Ruhestand. Auch wenn ein Teil der Bezüge des Jungpensionärs in spe von einem Versorgungswerk übernommen werden sollte (so denn Friedewald dort Mitglied ist), die Belastung für den Friedewalder Haushalt wird immer noch enorm sein: Bis an sein Lebensende bzw. das Lebensende seiner Witwe.
Die ehrliche Variante, den Rücktritt, den scheut Martin Gröll wie der Teufel das Weihwasser. Das wäre aber die Lösung, bei der Friedewald nicht belastet wäre und die klar zum Ausdruck brächte, wie Martin Gröll inzwischen zu Friedewald steht. So mutig ist er aber nicht.
Da schweigt er jetzt lieber, um seinen letzten Coup nicht zu gefährden. Mit einem Mißtrauensvotum, einem vorab arrangierten Ping-Pong-Spiel mit abgesprochenem Ergebnis zwischen Bürgermeister und Fraktionsvorsitzenden, will er sich in den Stand eines Jungpensionärs versetzen lassen und damit seine Pensionshaut retten. Das Risiko, daß Umstände eintreten, daß er Friedewald für viele Jahre auf der Tasche liegen wird, ist nicht auszuschließen. Und die Gemeindevertreter. Sie haben allerhand Freiheiten, aber wenigstens Rücksicht auf das Gemeinwohl zu nehmen bei ihrem Abstimmungsverhalten, das gibt ihnen die Hessische Gemeindeordnung vor.
Es bleibt zu hoffen, daß die Friedewalder Gemeindevertreter sich vorab sehr genau informieren, welche Lasten auf die Gemeindekasse zukommen könnten, wenn sie der Gröllschen Leimspur folgen.
J.Mueller-Wolff
36289 Friedewald








