Die Stadt Rödental bei Coburg/ Oberfranken hat in diesem Zusammenhang ein eindrucksvolles Gesamtkonzept entwickelt, um ihren alten Bürgern so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dazu wurden im Zentrum der Stadt Stolperfallen beseitigt oder markiert, sichere Übergänge für Benutzer von Rollatoren geschaffen, für eine Seniorenkompetenz in den Geschäften gesorgt ( Ausweisung von Toiletten und Ruheplätzen ), sich selbst öffnende Türen in den Geschäften im Zentrum installiert, öffentliche Toiletten ausgebaut, für einen leichteren Ein-und Ausstieg in den Stadtbus sowie eine größere Schrift beim Fahrplan gesorgt. Ferner hat die Stadt Rödental seniorengerechte Wohnungen geschaffen, Nachbarschaftshilfen organisiert und ehrenamtliche Helfer geschult, die alte Bürger daheim besuchen, um mit ihnen Kraftübungen zu absolvieren und ihren Gesundheitszustand zu kontrollieren. Im vergangenen Jahr hat Rödental den mit 10000 Euro dotierten Deutschen Altenhilfepreis erhalten. Mit dem Preisgeld will man die Sturzprophylaxe weiter ausbauen, die Ernährungssituation der alten Menschen verbessern sowie weitere Treffen, Vorträge und Feste veranstalten, die der schleichenden Vereinsamung der hochbetagten Bürger entgegenwirken sollen. Dieses breitgefächerte Seniorenprojekt der Stadt Rödental finde ich faszinierend. Ich empfehle den Verantwortlichen unserer Stadt dringend, mit Rödental Kontakt aufzunehmen ( www.roedental.de ),dort zu hospitieren und sich über das hinaus, was hier bereits existiert, Anregungen für die Seniorenarbeit in unserer Gemeinde zu holen.
Prof. Dr. med. Gerald Schiller








