IWF warnt vor Rückzug aus Krisenprogrammen

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt Regierungen davor, sich bereits jetzt aus den gigantischen Programmen im Kampf gegen die Finanzkrise zurückzuziehen.

Es gebe Belege dafür, dass die Maßnahmen Wirkung zeigten, sagte IWF-Ökonomin Laura Kodres am Montag in Washington. “Wir raten nicht dazu, sich zum jetzigen Zeitpunkt davon zu verabschieden.“

Die Wirtschaftskrise in 17 Bildern

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Die milliardenschweren Interventionen rund um den Globus hätten sich kurzfristig als wirksames Mittel gegen die um sich greifende Panik an den Märkten erwiesen, heißt es in einer Studie des Fonds. Mit Blick auf die längerfristige Wirkung der Nothilfen hieß es, ein Urteil stehe noch aus. Mittlerweile habe aber die Kreditvergabe wieder Fahrt aufgenommen.

“Die Reaktion der Regierungen waren schnell und zu einem gewissen Maß effektiv, um die Finanzmärkte zu beruhigen und ihre Funktionstüchtigkeit wiederherzustellen“, hieß es in der Studie, die Teil des IWF-Berichts über die Stabilität der globalen Finanzmärkte ist. In der frühen Phase der Krise hätten sich Ankündigungen über Liquiditätshilfen als wirksam im Kampf gegen Panik erwiesen. Später habe sich dann die Aussicht auf frisches Kapital für Banken und auf den staatlichen Ankauf notleidender Vermögenswerte als nützliche Beruhigungspille für die taumelnden Märkte herausgestellt.

Mit Blick auf den anstehenden Ausstieg aus den staatlichen Hilfen rät der IWF, deutlich zu kommunizieren, wann und auf welche Weise Regierungen sich zurückziehen wollten. Die Länder müssten ihre Schritte untereinander koordinieren, um Marktverzerrungen zu verhindern. Voraussetzung für den Beginn eines Ausstieges sei aber, dass wieder ausreichendes Vertrauen in die Gesundheit des Finanzsystems hergestellt sei, unterstrich der Währungsfonds.

IWF und Weltbank kommen Anfang Oktober in Istanbul zu ihrer Jahrestagung zusammen. Dabei wird es vor allem um den weiteren Weg aus der Wirtschaftskrise gehen. Auch die Reform des Währungsfonds steht bei dem Treffen auf der Tagesordnung weit oben. Bei der Konferenz, zu der 13 000 Teilnehmer erwartet werden, wird der vollständige Bericht über die Stabilität der globalen Finanzmärkte vorgelegt, wie auch der jüngste Weltwirtschaftsausblick des Fonds.

dpa

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