Allein 3000 davon in Deutschland

Siemens: Rund 7000 Jobs vor dem Aus

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Aktionäre gehen an Siemens-Fahnen vorbei zur Siemens-Hauptversammlung 2012 in München (Bayern).

München - Erste Zahlen sind bereits im Umlauf: Weltweit rund 7000 Arbeitsplätze sollen bei Siemens wegfallen - über Details will Konzernchef Kaeser am Freitag informieren.

Nach den Beratungen mit Arbeitnehmervertretern informiert der Elektrokonzern Siemens am Freitag über die Auswirkungen des radikalen Konzernumbaus. Bereits am Vortag waren erste Zahlen durchgesickert: Weltweit rund 7000 Jobs dürften der Neuausrichtung zum Opfer fallen, davon etwa 3000 in Deutschland, wie aus informierten Kreisen verlautete. Siemens hatte sich zunächst nicht dazu äußern wollen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei dem Konzern wegen einer geltenden Beschäftigungssicherung ausgeschlossen.

Siemens-Chef Joe Kaeser will den Elektrokonzern mit dem Umbau auf Trab bringen und kundennäher machen. Dafür hat er die Sektoreneinteilung des Geschäfts abgeschafft und die Zahl der Divisionen von 16 auf neun gekappt. Zu dem Umbau gehört auch die Verselbstständigung der Medizintechnik und der Verkauf von Randaktivitäten wie der Hörgerätesparte.

Geschäftlich lief es für den Elektroriesen zuletzt nicht rund: Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres (30. September) hatte Kaeser einen Gewinneinbruch vorlegen müssen. Grund dafür waren unter anderem Zinseffekte. Siemens kämpft aber auch mit Problemen im wichtigen Energiegeschäft.

Die IG Metall hatte die Stellenabbau-Pläne zunächst nicht kommentiert. Arbeitnehmervertreter sehen die Einschnitte aber schon lange kritisch. „Ich habe es satt, dass immer wieder Personalabbau als alternativlose Lösung propagiert wird“, sagte die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Birgit Steinborn.

dpa

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