Investor wirbt bei Seehofer für Escada-Einstieg

München - Der Escada-Interessent Nickolaus Becker wirbt jetzt auch in der Politik für einen Einstieg bei dem insolventen Damenmodekonzern.

Bei einem Gespräch mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) stellte Becker am Dienstag sein Konzept für eine Fortführung des Unternehmens vor, wie die Staatskanzlei in München mitteilte. “Ich begrüße diese Initiative von Dr. Becker, wenn sich damit die Chance eröffnet, in diesem interessanten Bereich Arbeitsplätze in Bayern zu erhalten“, erklärte Seehofer im Anschluss an das Gespräch laut Mitteilung.

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An diesem Mittwoch wolle der Münchner Rechtsanwalt mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Christian Gerloff über Möglichkeiten eines Einstiegs bei dem Modekonzern sprechen, hieß es. “Die Investoren streben eine Lösung an, die das Unternehmen sichert, einen Großteil der Arbeitsplätze erhält und ohne staatliche Hilfen auskommt.“ Ein Escada-Sprecher wollte sich dazu am Dienstagabend nicht äußern. Das Unternehmen hatte Mitte August Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein finanzielles Rettungskonzept gescheitert war.

In Finanzkreisen war zuletzt von einer zweistelligen Zahl von Interessenten für den Damenmodekonzern die Rede. Becker ist aber der einzige, der sich bisher an die Öffentlichkeit gewandt hatte. Erst vor kurzem betonte er in einem Zeitungsinterview, dass er und die hinter ihm stehende Gruppe das Unternehmen fortführen wollten. Damit hatte er Spekulationen von sich gewiesen, er sei nur an Teilen des Modekonzerns interessiert.

dpa

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