Die größten Schuldensünder in der Eurozone

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Hamburg - Die Finanzkrise hat nicht nur Griechenland fest im Griff. Auch die anderen Euro-Länder stehen in der Kreide und müssen sparen. Erfahren Sie hier, wer den größten Schuldenberg hat.

Mit der gigantischen Summe von rund 7,1 Billionen Euro, sprich 78,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts BIP (Quelle: statistisches Amt eurostat) sind die Euro-Länder verschuldet. Um den Euro-Raum zu verteidigen, hat Brüssel mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen riesigen Rettungsschirm von bis zu 750 Milliarden Euro gespannt. 

Davon kommen 60 Milliarden Euro aus dem EU-Notfallfonds. Für 440 Milliarden Euro sollen die EU-Mitgliedsstaaten bürgen, Deutschland alleine für 123 Milliarden Euro plus einem Puffer von rund 20 Prozent. Weitere bis zu 250 Milliarden Euro kommen vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Das Geld soll im Notfall an kriselnde Mitgliedsstaaten fließen.

Die Schulden der Euro-Länder - und wie sie sparen wollen

Die Schuldensünder der Euro-Länder im Ranking

Kritik am Programm kommt aus Wirtschaft und Wissenschaft. Der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt beispielsweise hat das Rettungspaket für den Euro kritisiert. Der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) sagte der “Bild“-Zeitung: “So haben wir die europäische Wirtschaftsunion wirklich nicht haben wollen. Es passiert das Gegenteil von dem, was wir Deutschen uns damals unter stabiler Währungspolitik und einer unabhängigen Notenbank vorgestellt haben.“

Die europäischen Regierungen hätten sich mit dem Euro-Fonds lediglich Zeit gekauft. Es fehle eine Festlegung auf klare Bedingungen, etwa für die Senkung der Schuldenquoten, sagte Schmidt. Das Rettungspaket wird den Euro aus Sicht des Finanzwissenschaftlers Stefan Homburg allenfalls kurzfristig stabilisieren. Langfristig seien “die Glaubwürdigkeit der EZB und die Reputation des Euro aber komplett dahin“, sagte Homburg dem “Tagesspiegel“. Die EZB werde für die finanziellen Probleme einiger Staaten in Haftung genommen und verliere damit ihre Unabhängigkeit. “Ich gebe dem Euro keine Zukunft mehr.“

dpa / dapd

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