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Neuner & Co. jetzt schon weltmeisterlich

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Oslo - Den DSV-Skijägern winkt bei der Heim-WM in Ruhpolding in einem knappen Monat ein Medaillenregen. Aktuell glänzen vor allem Magdalena Neuner und Arnd Peiffer.

© Getty

Magdalena Neuner ist in Top-Form

Treffender hätte Tora Berger die Frustration der gesamten Konkurrenz nicht auf den Punkt bringen können. „Man braucht wohl eine Rakete im Hintern, um Magdalena Neuner schlagen zu können“, sagte die Norwegerin beim Weltcup in Oslo. Kurz zuvor war Neuner nach erneut beeindruckender Vorstellung am Holmenkollen im Sprint zu ihrem 30. Weltcupsieg gelaufen, dem sechsten in dieser Saison.

Einen knappen Monat vor Beginn der Heim-WM in Ruhpolding (29. Februar bis 11. März) ist die 24-Jährige aus Wallgau in weltmeisterlicher Gold-Form. Aber auch Arnd Peiffer und Andreas Birnbacher scheinen in der Lage, weitere Medaillen zu sammeln. „Natürlich steigt die Vorfreude auf die WM jeden Tag“, sagte Neuner, die in 15 Saisonrennen zwölf Mal auf dem Podest stand: „Vor allem, wenn die Form stimmt und Medaillen in Aussicht stehen. Da sieht es im Moment ja ganz gut aus, denn ich fühle mich gut.“

Gerade im Sprint zeigte die Rekordweltmeisterin bei fünf Siegen kaum Schwächen. Ohne Schießfehler ist die Gesamtweltcup-Führende nicht zu stoppen, und selbst mit Patzern am Schießstand konnte sie zuletzt - wie beim Massenstart in Oberhof - trotzdem gewinnen. Abgesehen vom Einzel, in dem „Gold-Lena“ noch nie einen WM-Titel eingefahren hat, geht sie in allen Rennen in Ruhpolding als klare Favoritin in die Loipe.

Sechs Medaillen bei sechs Starts, das war vor der Saison ihr ehrgeiziges WM-Ziel, nachdem es im vergangenen Jahr fünfmal Edelmetall im russischen Chanty-Mansijsk gegeben hatte. „Sportlich“ sei das, sagt sie. Unmöglich aber nicht.

„Natürlich will ich eine Medaille gewinnen“, sagt auch Arnd Peiffer und ergänzt: „Also am liebsten eine im Einzel und eine in der Staffel.“ Ob er seinen Titel im Sprint verteidigen kann, weiß er nicht. „Das spielt auch keine Rolle, ich freue mich auch in einem anderen Wettbewerb über einen Podestplatz“, sagte der 24-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld 27 Tage vor dem ersten Rennen in Ruhpolding.

Dreimal lief er in dieser Saison aufs „Stockerl“, das letzte Mal am Donnerstag im Sprint von Oslo. Nur sieben Zehntelsekunden fehlten zum Sieg. „Unser Trainingskonzept zahlt sich jetzt aus, wir sind im Januar gut drauf, das ist ein gutes Zeichen“, sagte Peiffer. Vor allem die Laufleistungen würden stimmen.

Zwar ist Andreas Birnbacher gesundheitlich angeschlagen, hat mit seinen drei Saisonsiegen aber gezeigt, dass es für ihn ebenfalls ganz nach oben gehen kann. „Medaillen müssen natürlich das Ziel sein“, sagte der 30 Jahre alte Schlechinger.

Magdalena Neuner: So schön, so erfolgreich

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Hinter den drei Hoffnungsträgern könnten weitere deutsche Skijäger für mehr oder weniger große Überraschungen sorgen. Die Thüringer Doppel-Olympiasiegerin Andrea Henkel oder Einzel-Vizeweltmeisterin Tina Bachmann zum Beispiel. Zudem sind in den Staffeln, die bislang schwankende Leistungen zeigten, Medaillen trotzdem fest eingeplant.

Vier Einzelrennen und eine Mixed-Staffel stehen vor dem Saisonhöhepunkt noch an. Am Holmenkollen in Oslo soll am Samstag in der Verfolgung und am Sonntag (jeweils ab 13.15 Uhr/ZDF und Eurosport) im Massenstart an der Form gearbeitet werden, bevor es in der kommenden Woche zur Generalprobe ins finnische Kontiolahti geht. „Für mich zählt nicht nur die WM, sondern immer das nächste Rennen. Ich will auch im Weltcup gewinnen“, sagte Peiffer. Bei der WM vor Tausenden eigenen Fans dann aber sicher noch ein bisschen mehr.

sid

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