Deutsche Damen verpassen Medaille im Riesenslalom

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    • 17.02.11
    • DSV-Team

RIESCH-EN Enttäuschung: Maria stürzt - Vicky nur 5.

Garmisch-Partenkirchen - Die deutschen „Golden Girls“ um Maria Riesch haben beim WM-Riesenslalom in Garmisch-Partenkirchen die erhoffte Medaille verpasst. Eine RIESCH-EN Enttäuschung!

© dpa

Schade: Maria Riesch ist im 2. Lauf des Riesenslaloms weggerutscht. 

Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg lächelte ein wenig gequält über Rang fünf, Maria Riesch saß mit Tränen in den Augen am Pistenrand, Titelverteidigerin Kathrin Hölzl verließ unter großen Schmerzen verzweifelt und vorzeitig die Kandahar: Im WM-Rennen mit den größten Medaillenchancen traf die deutschen „Golden Girls“ ein Rückschlag nach dem anderen, ihre Gefühlswelt geriet teilweise völlig aus den Fugen. Während Tina Maze im Riesenslalom das erste alpine Gold für Slowenien seit 21 Jahren gewann, erlebten Riesch, Rebensburg und Hölzl einen Tag zum Vergessen.

„Eine Medaille war das Ziel, aber leider läuft im Leben nicht immer alles nach Plan“, sagte Viktoria Rebensburg, die knapp ein Jahr nach ihrer Fahrt zu olympischem Gold die Bronzemedaille um 0, 40 Sekunden verpasste. Die schnappte sich Tessa Worley aus Frankreich mit einer furiosen Aufholjagd - die Favoritin hatte nach dem ersten Durchgang nur auf Rang 19 gelegen. Maria Riesch scied im zweiten Lauf aus und bekannte: „Ich bin schon sehr enttäuscht und traurig, aber dann sind mir die zwei Medaillen eingefallen, die ich schon habe.“ In Abfahrt und Super-G hat die Lokalmatadorin in „GAP“ Bronze gewonnen.

Maria Riesch als Vierte und Viktoria Rebensburg als Sechste hatten nach dem ersten Lauf in Lauerstellung gelegen, zumindest eine Medaille schien möglich. Doch dann kam erst die Olympiasiegerin nicht an Worley aus Frankreich vorbei. Wenige Augenblicke später ging ein Aufschrei durch das Publikum: Maria Riesch hatte angegriffen - wollte zuviel und schied im Streckenabschnitt „Hölle“ aus. Mit hängendem Kopf saß sie am Pistenrand, DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier fuhr hin und legte der Doppel-Olympiasiegerin tröstend den Arm um die Schulter. „Es ist besser, alles zu riskieren als Vierte oder Fünfte zu werden. Aber eine Medaille war möglich, und deswegen ist es sehr traurig“, sagte sie.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Viktoria Rebensburg ihren Blick schon wieder nach vorne gerichtet. „Ich werde mich jetzt schon noch ein bisschen ärgern“, sagte sie, „aber dann muss ich das schnell abhaken.“ Voraussichtlich nur noch zwei Rennen stehen in diesem Winter im Riesenslalom auf dem Programm, die Olympiasiegerin will nun wenigstens die kleine Kristallkugel im Weltcup gewinnen. „Ich versuche mich darauf zu konzentrieren.“

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Titelverteidigerin Kathrin Hölzl war im ersten Lauf mit 2,36 Sekunden Rückstand auf die führende Tina Maze auf Rang 20 gefahren - dann gab die seit Monaten gesundheitlich schwer angeschlagene Bischofswiesenerin auf und erklärte zugleich ihre Saison für vorzeitig beendet. „Ich weiß nicht mehr“, sagte sie mit leerem Blick, „wie es weitergehen soll.“ So wie zuletzt jedenfalls nicht: „Das tue ich mir nicht mehr an.“ Viktoria Rebensburg fühlte mit der Kollegin mit: „Das ist echt bitter für sie. Ich hoffe, dass es besser wird und sie in der nächsten Saison wieder starten kann.“

Nachdem die Rückenschmerzen über Nacht zurückgekehrt waren, hatte Hölzl schon vor dem Rennen an einen Verzicht gedacht, „ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt fahren soll. Ich hab es dann für die Zuschauer gemacht“, sagte sie. Sie habe sich den Berg runtergequält, aber dabei „so extreme Schmerzen gehabt, dass ich mich nicht gescheit bewegen konnte“, berichtete Hölzl: „Ich kann nicht einmal auf einem Bein stehen, wie soll man da Skifahren?“

Von Thomas Häberlein und Thomas Niklaus

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