Günther ist eine der Organisatorinnen der Schwimm-Bezirksmeisterschaften, die in diesem Jahr vom TV Hersfeld ausgerichtet werden.
Knapp 250 Schwimmer, ihre Eltern, Geschwister und andere Begleiter haben im Hersfelder Schwimmbad ihre Zelte aufgeschlagen. Zu finden sind sie da jedoch eher selten. Viel lieber tummeln sie sich am Beckenrand – schließlich geht im 50-Meter-Becken, das an den zwei Tagen extra für die Wettkämpfe eine Temperatur von 26 Grad hat, die Post ab. Ein Start folgt auf den anderen. Lediglich mittags wird eine Pause eingelegt.
Auch die Mitglieder der TVH-Schwimmabteilung sind in und um das große Schwimmbecken vertreten. Doch nicht nur dort: Neben den vier Mädchen und acht Jungen, die um gute Platzierungen und schnelle Zeiten kämpfen, sind auf dem ganzen Gelände zahlreiche Mitglieder der Abteilung im Einsatz. Selbstgebackenen Kuchen verkaufen und Bratwurst braten zählen dabei genauso zu den Aufgaben wie auf einem der zahlreichen Kampfrichterposten zu sitzen.
Mehr als 50 Helfer seien allein für den reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe nötig, erzählt Heike Günther. In Start- und Zielbereich, entlang der Strecke oder im Wettkampfbüro: Auf zahlreichen Positionen werden Wertungsrichter benötigt, von denen jeder teilnehmende Verein eine bestimmte Anzahl stellen muss. Auch Heike Günther ist als Kampfrichterin gefragt. Bei den 50 Meter Schmetterling stoppt sie beispielsweise die Zeit im Zielbereich – und ist damit auch gleich hautnah dabei, als ihre Söhne am Beckenrand anschlagen.
Während Sebastian zu den jüngeren Teilnehmern zählt, für die die Bezirksmeisterschaften oftmals noch große Bedeutung haben, sind die Wettkämpfe für seinen großen Bruder Marcus nur eine Art Zwischenstation. Genau wie Cedric Hillert und Alena Nennstiel richtet Marcus seinen Blick schon jetzt eher auf das kommende Wochenende. Da nämlich treten die drei älteren Hersfelder Schwimmer (Jahrgang 1996 bis 1998) bei den Hessenmeisterschaften in Darmstadt an.
„Wir haben auch unser Training eher auf nächste Woche abgestimmt“, sagt Trainer Herbert Stahl. Top-Leistungen könne er daher natürlich nicht erwarten. Dennoch wirkt der Coach mit dem Abschneiden seiner zwölf Schützlinge zufrieden – auch wenn er das so direkt nicht äußern möchte.
„Als Trainer ist man grundsätzlich nie zufrieden, obwohl die Leistungen gut waren“, sagt er lächelnd. „Es gibt immer Verbesserungsmöglichkeiten und etwas zu meckern: zum Beispiel was die Klamotten angeht.“ Mützen und Schals, um trotz nasser Haare bei Temperaturen um die 17 Grad nicht krank zu werden? Nicht jeder sieht diese als modische Accessoires.
• Die Ergebnisse lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vollständig vor. Wir veröffentlichen sie in unserer morgigen Ausgabe.
Von Kristina Marth












































