Neben Lisa Bornschier (U18 w) hatte sich Sabrina Schneider in der U14 w über die Osthessische und dann die Hessische Meisterschaft qualifiziert. Beide Spielerinnen gingen als Außenseiter ins Rennen, da Lisa auf Grund ihrer Wertungszahl von Startrang 20 (von 20 Teilnehmerinnen) und Sabrina von Startrang 26 (von 28 Teilnehmerinnen) in das Turnier starteten. Am Ende landete Sabrina auf Rang 13 und Lisa wurde Sechzehnte.
In dem neun Runden und über eine Woche dauernden Turnier mussten sich beide Lullusstäderinnen also durchweg mit Gegnerinnen auseinandersetzen, die eine deutlich höhere Wertungszahl aufwiesen. Ziel war es dabei, möglichst weit vom Tabellenende entfernt zu bleiben.
Sabrina Schneider bekam es gleich in der ersten Runde mit einer deutlich stärkeren Gegnerin zu tun, doch nach spannendem Kampf siegt sie hochverdient und setzt das erste Ausrufezeichen des Turniers. Als sie in der zweiten Runde einer ebenso starken Gegnerin ein Remis abtrotzte war die Konkurrenz allerdings gewarnt. Ihre Kontrahentin in der dritten Runde war die auf Platz zwei gesetzte Topspielerin. Wacker verteidigte sich Sabrina und schaffte ein Unentschieden.
Doch nun wurde sie endgültig ernst genommen und musste die nächsten beiden Partien verloren geben. Erst in der sechsten Runde fand Sabrina wieder zu alter Stärke und zeigte ihr ganzes Können. Mit drei Unentschieden hintereinander setzte sie sich nun im Tabellenmittelfeld fest, ehe sie in der letzten Begegnung noch einmal einen Sieg bejubeln durfte.
Lisa Bornschier musste unterdessen von ganz unten starten. Doch dies motivierte die Hersfelder Nachwuchshoffnung nur noch mehr.
Zwar verlor sie die ersten beiden Partien gegen die starke Konkurrenz, doch in der dritten Runde gelang ihr ein fulminanter Start-Ziel-Sieg. Mit einem weiteren Remis stockte sie ihr Punktekonto weiter auf, doch die starken Gegnerinnen kannten keine Gnade und gaben ihr in den folgenden beiden Partien keine Chance.
Kampfgeist erwacht
Nun war Lisas Kampfeswille geweckt. Gegen die erfahrenen Vertreterinnen aus dem Saarland und aus Bremen warf sie ihr Angriffsspiel in die Waagschale und gewann beide Mal. Dass die letzte Runde nach einer spannenden Partie verloren wurde schmälerte nicht das hervorragende Gesamtergebnis, mit dem Lisa unter Deutschlands besten Schachspielerinnen für Furore gesorgt hatte. (df)



























