Aulatals Trainer Erwin Richhardt blieb in der Stunde der Enttäuschung realistisch. „Wir haben das nicht heute verspielt, sondern zuvor einige Punkte liegen lassen. Gegen den Tabellenführer mit einem Sie zu rechnen, wäre vermessen.“ Und er mochte seinem Team im abschließenden Spiel keinen Vorwurf machen. „Die Jungs haben gekämpft und alles gegeben. Hersfeld war technisch und von seiner Anlage her reifer.“
Vor allem im zweiten Abschnitt ließ der Gastgeber einige Chancen aus. „Das zog sich wei ein roter Faden durch die Serie“, brachte es der Coach auf den Punkt, „wir brauchen einfach zu viele Chancen, um ein Tor zu machen“. Bevor Marvin Gerharz für den Gast Mitte der zweiten Hälfte das 2:0 gelang, nutzte Aulatal eine Riesen-Möglichkeit nicht. Pech kam hinzu, als Marcel Wagner zuvor die Latte traf. Dass Dragi Muratovic noch wegen einer Undiszipliniertheit runterflog, soll nicht verschwiegen werden.
Hersfeld setzte vornehmlich die Spieler ein, die ansonsten nicht so viele Einsatzzeiten bekommen. Man merkte dem Gast an, dass es für ihn um nicht mehr so viel ging, seine Aktionen waren nicht so druckvoll wie gewohnt. In Erinnerung bleibt Marcel Bolenders Führungstor, als er fulminant mit links unter die Latte traf.
Zudem gab’s ein reizvolles Bruder-Duell: Hersfelds Tim sah sich dem Ehrgeiz des jüngeren Jan auf der Gegenseite ausgesetzt. Und der, noch im C-Junioren-Alter, zeigte was in ihm steckt.
JFV Aulatal: Becker - Fälber, Diehl, Rehbaum, Richardt, Eckhardt, Schuch, Wagner, Hahl, Richhardt, Muratovic, Pohl, Krug, Skoupy, Jan Ullrich, Kuhl, Fuchs
JFV Bad Hersfeld: Koch - Stückrath, Schmidt-Wecken, Zettl, Führer, Sahin, Bolender, Ewald, Bode, Bohle, Franz, Tim Ullrich, Mainz, Gerharz
SR: Patrick Bardt (Mecklar)
Tore: 0:1 Bolender (24.), 0:2 Gerharz (64.), 1:2 Schuch (82.)
Von Walter Kell



























