„Wir sind seit dem 1. Juni schwer am Wüten“, sagt Trainer Reiner Dietz. Zwei Wochen hat er sich mit seiner Mannschaft im Ausdauer- und Kraftbereich bewegt, bis zum Ende der kommenden Woche geht es jetzt um Schnellkraft und auch die ersten spielerischen Elemente kommen dazu. Viermal pro Woche bittet Dietz seinen Kader derzeit zum Training. Dazu kommt am Wochenende eine freiwillige Laufeinheit in Trainingsgruppen. „Ich setze darauf, dass die Jungs die Sache ernst nehmen, ohne dass ich das in Hersfeld kontrollieren muss“, sagt er.
Nach einer dreiwöchigen Pause werden die Hersfelder am 27. Juli in die zweite und heiße Vorbereitungsphase starten. Sieben Wochen bleiben dann noch bis zum Saisonstart, der dem Aufsteiger am 15. September das Heimspiel gegen Reinheim beschert. Das erste von lediglich zwei „Derbys“, beim TSV Vellmar, lässt bis zum 8. Dezember auf sich warten.
Viele Gespräche geführt
An der Zusammensetzung des Hersfelder Kaders hat sich seit dem Ende der vergangenen Saison nichts verändert. Den Abgängen von Sebastian Gries (Studium), Jonggi Pasaribu (Stand by-Spieler) und Luca Teichmann (Schenklengsfeld) stehen die Neuzugänge Andreas Krause, Jörg Ley (beide Eitra/Oberhaun) und Jonas Troch (Rotenburg) gegenüber.
Trainer Dietz hatte im Interview mit unserer Zeitung Anfang Mai darauf hingewiesen, dass er möglichst noch zwei Rückraumspieler, einen Kreisläufer und einen dritten Torwart brauche. Getan hat sich seitdem – nichts. Woran das liegt? „Es tut sich nichts auf dem Markt. Wir haben -zig Gespräche geführt. Aber die jungen, guten Spieler, die in Frage kämen, sind nicht bereit, den Trainingsaufwand auf sich zu nehmen“, sagt er. Erfahrene Spieler wollten entweder kürzer treten oder seien nicht zu bezahlen. In der Region habe man jedenfalls alles abgegrast. Es scheint, als sei der TVH hier mit seinem Latein am Ende.
Wohl auch deshalb lässt Dietz vorsichtshalber anklingen, dass seine erste Formation, zu der dem Vernehmen nach Neuzugang Andreas Krause gehören wird, durchaus Oberliga-Format besitze. Zudem, dass eine intensive Vorbereitung für einen Neuling das A und O sei, und dass es in der kommenden Saison vermutlich nur zwei statt zuletzt fünf Absteigern geben werde. Mit der Trainingsbeteiligung durfte der 43-Jährige bislang zufrieden sein. Das liegt unter anderem auch daran, dass die A-Jugendlichen Marc Förtsch, Tobias Gretz, Philipp Jordan und Marc von Manger mittrainiert haben. „Sie werden auch während der Saison mit uns trainieren“, sagt Dietz.
Von Sascha Herrmann



























