Ihren zweiten großen Sieg feierte Karin Schade. Die Ex-Weltmeisterin gewann nur eine Woche nach ihrem Sportgewehrtriumph auch den Luftgewehrwettbewerb der Frauen vor Titelverteidigerin Tatjana Poseiner von der südhessischen SG Gundernhausen. Im Finalmatch der besten Acht profitierte die langjährige Bundesligaschützin von ihrer Vorlage in der Qualifikation: 596 Ringe und vier Zähler Vorsprung vor der Ersten der Jahre 2010 und 2011. Dieser Abstand verringerte sich im Endkampf wohl auf 1,4 Zähler, reichte der Spitzenreiterin am Ende aber zur zweiten Goldmedaille in einer olympischen Frauendisziplin.
Die Zugabe für Karin Schade war eine Bronzemedaille. Die errang sie ebenfalls wie vor einer Woche im größten Frauenwettbewerb der Landestitelwettkämpfe zusammen mit Natascha Knauf und Inga Schröder im Team ihres Heimatvereins Meckbach.
„Europameisterin setzt Erfolgsserie fort“ – das war die Schlagzeile des Luftgewehrwettbewerbs der Juniorinnen. Der Hintergrund: Jaqueline Orth hat erneut zugelangt. Die Juniorin des SV Niederaula gewann im Vorfeld des dritten Teils der Hessischen Meisterschaft in Frankfurt die erste Goldmedaille für Deutschland beim Internationalen Juniorenwettkampf in Suhl. Sie glänzte nach dem siebten Rang in der Sportgewehrqualifikation (577 Ringe) mit einer Spitzenleistung im Finale der besten Acht (102,5). Diese Topresultat im Abschlussmatch brachte ihr im Endspurt der letzten Finalrunde den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg ein. Im Vorjahr hatte sie alle drei Gewehrwettbewerbe beim IWK in Suhl gewonnen. In diesem Jahr langte es im zweiten Wettbewerb, dem Liegendwettkampf, noch zur Bronzemedaille mit 592 Ringen. Mit dem Luftgewehr wurde sie 14. mit 393 Ringen. Die Zugabe im Schießsportzentrum des Thüringer Waldes war Mannschafts-Gold mit dem deutschen Nationalteam der Juniorinnen mit 1733 Ringen vor Tschechien (1728 Ringe) und Italien (1722).
Von Herbert Vöckel


























