Schon damit und seiner Topzeit von 9:22,49 Stunden war Landau hochzufrieden – doch der Startplatz in Hawaii toppte die Freude über sein Resultat noch einmal. Noch am Ort des Geschehens blätterte der Königswälder die dafür fälligen 600 Euro Startgeld in bar hin – die Vorbereitungen laufen ab sofort. Dabei schmerzen die Beine noch vom Wettkampf in Frankfurt. Und vor dem inneren Auge des Ausdauersportlers läuft das Geschehen noch immer wie ein Film ab.
Wecker klingelt früh
Am Tag vor dem Start war Landau in die Mainmetropole gereist, nachdem er am Morgen noch eine Klausur geschrieben hatte. Das Rad musste eingecheckt werden. Um 3.50 Uhr schrillte am Wettkampftag der Wecker. „Aber die Nervosität hat sich in Grenzen gehalten“, berichtet Martin Landau. „Ich hatte ja schon an die 40 Triathlon-Wettkämpfe absolviert. Ich wusste, was ich kann. Dass ich ins Ziel komme, war für mich klar – die Zeit aber ist ein toller Erfolg“, sagt er und schildert dann den Spielfilm seines Ironman – siehe Artikel unten. In seiner stärksten Disziplin, dem Laufen, überholte er noch einmal zehn Akteure seiner Altersklasse – der Schlüssel zur Hawaii-Qualifikation, für die er mindestens Siebter werden musste.
Im Ziel erwarteten Eltern, Schwester und ein Freund den völlig erschöpften Ausdauersportler. „Jemand vom Roten Kreuz hat mich gefragt, ob ich allein gehen könnte“, erinnert er sich. „Gehen konnte ich noch, aber psychisch war ich ziemlich am Ende.“
Jetzt, wenige Tage nach dem Wettkampf, denkt Landau schon wieder an die „erste lockere Runde auf dem Rad“ – und an Hawaii. Der Student des Logistikmanagements rechnet, dass ihn das Unternehmen Hawaii zwischen 3000 und 4000 Euro kosten wird. Martin Landau hofft, dass heimische Firmen ihn möglicherweise finanziell unterstützen. Einen Hawaii-Starter aus dem Kreisgebiet hat es seines Wissens nämlich noch nie gegeben. SPORTGEL
Von Rainer Henkel



























